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Logbuch der SY Shalimardue



Oktober 2017
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    Privat

15.12. – 1. Tag

Position: 27°14’23 N, 016°56’12 W Etmal: 97,2 SM insgesamt: 97,2 SM
Am Freitag, den 14.12.2007 loesen wir um 12 Uhr die Leinen und starten leise unsere Fahrt ueber den grossen Teich. Eine nette Deutsche, mit der wir immer wieder nett geplaudert haben, verabschiedet uns, winkt uns nach und wuenscht uns „fair winds“. Am Vorabend hat noch der alte Rahsegler „Alexander von Humbold“, ein Dreimaster, in der Marina angelegt. Wir sind natuerlich hin, um ein paar Fotos zu machen und haben dabei gesehen, dass auch er, so wie wir, beim „Transocean“ Mitglied ist. Wir sind auch Mitglied des Oesyc (Oesterreichischer Hochseeyachtclub) und moechten uns auf diesem Wege und an diesem 1. Tag fuer die NEUE Flagge und den Manoeverschluck bedanken, den uns die Sektion Villach mit auf den Weg gegeben hat. Die Schlucke werden wir brauchen – die Flagge ist noch neu. Der Wind von hinten ist mit 3 – 5 Knoten zu schwach, um unsere Shalimardue, die auf Grund der (maximalen) Zuladung wie eine fette Ente im Wasser liegt, richtig in Fahrt zu bringen. Die seitlichen Wellen lassen die Segel immer rechts und links schlagen. Ich wuensche mir etwas mehr Wind, aber nur ganz leise, denn zuviel mag ich noch weniger, aber motoren mag ich gar nicht gern und unsere Dieselvorraete sind ja auch nicht so enorm. Dann kommt etwas Wind auf – VON VORNE – Hurr…..ahhhh – also S?nd, der auf den Kanarischen Inseln eher zu den seltenen Wetterphaenomenen gehoert. Wir haben das „Glueck“ ihn zu erleben. Gegen 15 Uhr haben wir den seit gestern „schneebedeckten“ Teide querab. Ueber Navtex empfangen wir eine Meldung, dass eine Notfunkboje aktiviert worden sei. Das Seerettungsschiff „Salvamar Tenerife“ sucht das dazu gehoerige Boot in unserer unmittelbaren Naehe. Es umkreist uns, gruesst freundlich und dreht wieder ab. Am fruehen Abend begleiten uns mindestens 20 Delfine mehr als eine halbe Stunde lang. Sie gleiten durchs Wasser, sie springen, sie drehen sich auf die Seite und schauen nach oben, zu uns und unseren flatternden Segel und wir beobachten sie vom Bug aus. Schon bei meiner ersten Nachtwache muss ich meinen Skipper aus dem Bett holen. „Salvamar Alphar“ kommt mit zwei voll aufgeblendeten Scheinwerfern auf uns zu, unser Schiff wird taghell erleuchtet und der zweite Seerettungskeuzer an diesem Tag geht laengsseits und fragt, ob wir eine EPIRB (Seenotboje) haben. Ja, aber gut gesichert. Sie wuenschen gute Fahrt und verschwinden auch gleich wieder. Kaffee und Suesses und einen Apfel gibt es in dieser Pause. Heissen Tee aus der Thermoskanne gibt es sowieso den ganzen Tag. Die Zeit vergeht noch zu rasch. Der neue Windgenerator dreht seine ersten Runden und liefert auch schon ein wenig Strom. Fuer die Nachtbeleuchtung des Schiffes und der Geraete reicht es vollauf. Bei der ersten Sternschnuppe spreche ich den Wunsch (es ist eine Bitte) fuer diese Reise aus. Im Laufe der Nacht sehe ich noch hunderte Sternschnuppen – und habe nur einen Wunsch. So um 07 Uhr beginnt die Morgendaemmerung und auf meinem Ipod hoere ich von CCR „bad moon rising“. Zwei gro? Schiffe kreuzen meine Kursspur, aber in geziemenden Abstand. Der Wind schlaeft total ein und wir starten wieder einmal den ungeliebten Motor.

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