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Logbuch der SY Shalimardue



Oktober 2017
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    Privat

18.12.2007 – 4. Tag

Position: 24°30’53N, 019°18’40W Etmal: 68 SM Insgesamt: 341 SM
Michaels Tagwachen
Gestern war der „wir probieren alle Segel aus – Tag“. Nachdem in der Fruehe der Wind auf stattliche 0.5 Knoten angeschwollen ist, war die Zeit reif fuer den Spinnaker (Parasail). Hilfts nix – schads nix, war die Devise. Nachdem wir ihn aus dem hintersten Loch (unter der Koje von Michael) vom Schiff hervorgeholt haben, war er bald gesetzt – und hing bis aufs Wasser herunter. Aber sehr schoen. Da gab es ja noch so ein Leichtwindsegel am Schiff – noch nie gebraucht – den Blister. Wir holten ihn „rasch“ unter Marias Koje – dem Vorratslager auf der Kuechenseite – hervor und bargen den Haenge-spi. In den Kojen schaute es danach aus, wie nach einer Alkkontrolle in einem Moslemstaat. Dieser Blister brachte uns mit „Wind“ auf satte 1,8 Knoten. Wir betrachteten gerade unser Werk, da tauchte an der Backbordseite eine grosse schwarze Finne mit dem dazugehoerenden Orca auf. Er tauchte wieder ab und kam wenige Meter hinter dem Schiff in unserem Kielwasser wieder hoch und beobachtete uns – so aehnlich wie im Film „der weisse Hai“ – bevor er den Kapitaen gefressen hat. Unserer jedoch inspizierte noch kurz, auf der Seite liegend, das Unterwasserschiff und verschwand rasch, bevor Maria ihn pixeln konnte. Der Blister blieb noch ein Weilchen oben, wir legten ihn aber abends wieder in seine Koje, wo jetzt auch schon der Spi schlummerte und fuhren unter Normalbesegelung langsam weiter, Richtung Karibik. Dachten wir zuerst, denn nun kam in der Nacht S?stwind auf, also aus der Richtung Karibik. Unser momentaner Kurs ist der Senegal oder Gambia mit Anlieger (500 SM), alle anderen Kurse fallen wegen der Wellenhoehe vorlaeufig aus. Waehrend ich das schreibe, hupft der Computer jedes Mal, wenn wir in eine Welle krachen. Meine Bandscheibe erinnert mich daran, dass ich jetzt zum Schreiben aufhoere und mich dem Voltaren Gel hingebe.

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