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Logbuch der SY Shalimardue



Dezember 2017
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4 Tage Wien

Für meinen heurigen Wien Besuch hab ich mir nichts vorgenommen, dafür habe ich umso mehr erlebt und gesehen. Die Raffael Ausstellung in der Albertina interessiert mich, zählt der Künstler neben Leonardo da Vinci und Michelangelo zu den bedeutendsten Meistern der Kunstgeschichte. Also nix wie hin.

Gleichzeitig werden Werke von Monet bis Picasso aus der Sammlung Batliner gezeigt, ebenso Zeichnungen von Bruegel. Ich verbringe gut zwei Stunden im Museum und anschließend noch einige Zeit in den Prunksälen der Albertina.

Am Weg zur Osteria „la Pergola“, dem echt friulanischen „Gasthaus“ mitten in Wien, mit dem Wirtepaar Maria und Giuliano aus Aquileia begegnen mir einige schräge Vögel.

Mit meinen Freundinnen Lucia und Eva genießen wir in den wunderschönen Räumlichkeiten der Osteria in der Brückengasse 11 im 6. Bezirk die Spezialität „Gnocchi al Montasio“, welche ich schon in Aquileia über alles geliebt habe.

Am Nationalfeiertag marschiere ich und viele andere frühmorgens zum Heldenplatz. Die Angelobung der Jungmänner dieses Jahrgangs findet heute dort statt. Eigentlich wollte ich ins wieder neu eröffnete Weltmuseum, aber in Anbetracht der Menschenmassen am Heldenplatz bleibt es bis nach Mittag geschlossen.

So spaziere ich einfach drauflos und lande vor dem restaurierten Palais Mollard im einzigen Globenmuseum der Welt sowie dem Esperantomuseum. Das einzigartige Globenmuseum präsentiert 240 Erd- und Himmelsgloben, Mond- und Marsgloben im Original. Die Vortragende bei der Führung vermittelt spannend, begeisternd und einfühlsam, wie sich die kartographischen und kosmographischen Kenntnisse im Laufe der Zeit veränderten und zugleich das Weltbild beeinflussten.

Vor der Hofburg hat sich eine ewig lange Schlange von Besuchswilligen gebildet. Da ich nicht warten will, besuche ich einen Eingang weiter beim Eingang zur Nationalbibliothek die Ausstellung „300 Jahre Freimaurer“. Die einzigartigen Objekte faszinieren mich aber nicht so sehr wie der Prunksaal.

Ohne Plan, aber mit viel Spaß am Gehen, lande ich bei der Karlskirche und von dort wieder retour zum Stephansdom. Vom Cafe Aragall genieße ich neben einer köstlichen Kürbiscremesuppe den Ausblick vom ersten Stock auf den gegenüberliegenden Stephansdom und die vielen Besucher der Stadt.

Wie oft ich schon beim Aufgang von der U-Bahn zum Stephansdom an der Virgill Kapelle vorbei gekommen bin, kann ich sicher nicht zählen. Heute will ich nicht vorbei sondern rein gehen. Ausgestattet mit einem Audio Führer erfahre ich in der nächsten Stunde die Geschichte dieser unterirdischen Gruft. Die Architektur lässt sich auf das frühe 13. Jhdt. datieren. Sie liegt heute etwa 12 Meter unter dem Niveau des Stephansplatzes und wurde im Zuge der Arbeiten an der Wiener U-Bahn im Jahr 1972 wiederentdeckt.

Der Tag vor meiner Heimfahrt ist stürmisch und verregnet und so verbringe ich ihn mit meiner „Kurschättin“ daheim.