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Logbuch der SY Shalimardue



Dezember 2017
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After sales service in der Karibik

Wir moechten uns nun, da wir in einer Bucht bei Anse Mitan fuer einige Tage eingeweht waren, ein paar Gedanken ueber die Geschaehnisse machen, die uns so widerfahren sind.

Mitten am Atlantik bemerkten wir, dass unser NEUER Windgenerator D400 keinen Strom liefert. Ueber Sailmail (Kurzwelle) nahmen wir Kontakt mit dem Hersteller auf. Gekauft haben wir den Generator bei einem Haendler, allerdings in Teneriffa. Der Vertreter des Herstellers half uns sofort “ noch am Atlantik, wieder ueber Kurzwelle “ mit einigen Tipps, wie wir zumindest voruebergehend Strom erzeugen konnten. Nachdem ein Schaden an einem Bauteil, nach einigen von ihm uebermittelten Tests, sehr wahrscheinlich war, schickte er den neuen Bauteil nach Oesterreich, zu unserer Familie, die ihn dann mit in die Karibik brachte. Wir hatten dadurch keinerlei Kosten. Wir moechten uns bei Herrn und Frau Pete und Alison Anderson von der Fa. Duogen recht herzlich bedanken. (sales@duogen.co.uk) Das war perfektes “After Sales Service“!!

Angekommen in der Karibik sahen wir, dass sich bei unserem 3 Jahre alten Kartenplotter T 55 05 von Techmarine der Gummistoppel, mit dem die Maus bewegt werden kann, von seinem Untergrund geloest hat. Da die Gefahr bestand, dass Salzluft “ Wasser in das Gehaeuse eindringt, habe ich diese Stelle mit Silikon abgedichtet. Wir haben sofort mit Techmarine Kontakt aufgenommen. Herr Vittorio Biondi, der Sales und Marketing Manager nahm sich unserer Sache gleich an. Nachdem der naechste Techmarine Vertragshaendler in Guadaloupe ist und wir zu dem Zeitpunkt im Sueden unterwegs waren, sandte er die neuen Ersatzteile mit einer genauen Austauschanleitung an unseren Freund Christophe in Martinique. Einfach so “ ohne Rechnung “ und ausserdem noch den kompletten Satz der Bedieneinheit. Wir haben mehrmals gefragt: Keine Rechnung?? Nein, keine Rechnung!! Wir sind abermals von dem After Sales Service einer renommierten Firma ueberrascht worden! Danke an Mr. Biondi Vittorio www.techmarine-europe.com

Bei einem, der dafuer allerdings komplett unschuldig ist, wollte ich meinen Aerger ueber unseren PARASAILOR loswerden. Ich habe lange ueberlegt, ob ich DENEN, die uns DEN verkauft haben, schreiben sollte. Hab es aber dann doch noch getan. Wir haben am Atlantik unseren “alten“ – weil vor 2003 gekauften Parasailor verwendet und bei der Gelegenheit zu wiederholtem Mal bemerkt, dass sich dieses Segel bei Windgeschwindigeiten von 25 Knoten aufwaerts (wahrer Wind) nur sehr schwer bzw. von einer 2 Mann Crew unter Einsatz von Leib und Leben bergen laesst. Mich hat es einmal – und ich habe 100kg, einfach in die Hoehe gerissen! Dass dies bei sehr hoher Welle nicht nur Spass ist, kann jeder verstehen, der so etwas einmal erlebt hat. Bei unserer 2 Mann Crew ist einer vorne, wobei “die“ zweite waehrend des Manoevers am Ruder stehen muss. Ich wollte auch der Fa. Parasail den Vorschlag machen, dass die Bergeschlaucheinheit einmal ueberdacht werden sollte, da sich nur das halbe Segel relativ leicht in den Schlauch ziehen laesst. Danach kommt der mit Luft gefuellte Schirm – und nichts geht mehr “ jedenfalls nicht gleich. Wir haben unseren “alten Parasail“ aus den erwaehnten Gruenden seit damals nicht mehr in Verwendung und tief im Schiff vergraben.
Ich schrieb der Fa. Parasail, an Herrn Alexander Toenges, der mich allerdings sofort darueber aufklaerte, dass die derzeitige Firma mit der vorherigen (bei der wir gekauft haben) nichts mehr gemein hat und selbst der Verkauefer nicht mehr dieser Firma angehoert. Er selbst hat uns geschrieben: “Aus persoenlicher Erfahrung weiss ich, dass es in der Tat mit diesem Bergeschlauch extrem schwierig war, bei echten Starkwindbedingungen das Segel zu bergen“ (das hat mir persoenlich echt gut getan!).
Der Parasail wurde inzwischen rasch weiterentwickelt (auch die unleidige Bergeschlaucheinheit “ no-na-net) und ist bereits in der 4. Generation. Hat also mit unserem “Urzeitparasail“ absolut nichts mehr zu tun. Ein Kaufangebot fuer einen neuen Parasail (vielleicht 5. Generation) haben wir aber trotzdem abgelehnt. Im Grossen und Ganzen war ich danach jedoch froh, weil ich meinen Aerger ueber das Segel bei www.parasail.de doch noch “losgeworden“ bin.
Es wuerde uns freuen, wenn wir von anderen Seglern ihre Erfahrungen mit dem alten “ bzw. neuen Parasails lesen und weitergeben koennten.