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Logbuch der SY Shalimardue



Dezember 2017
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Akklimatisation – Improvisation

Die ersten beiden Tage waren schon mit viel Arbeit (und noch mehr Pausen) verbunden. Die Hitze am und im Schiff machte uns sehr zu schaffen. Dafuer gab es im klimatisierten Hotel la Casona eine erholsame Nachtruhe. Vorher haben uns allerdings die Gelsen (Schnaken “ fuer Nichtkaerntner) an der Bar ziemlich punktiert- aber wir haben nix mehr gespuert!

Marina Chacachacare.jpg

Seit gestern sind wir stolze Besitzer eines Klimageraetes. Das von der Marina versprochene war leider nicht ganz einsatzfaehig. Michi hat in Porlamar in einem der vielen Kuehlgeraetegeschaefte nun ein “eigenes“ gekauft. Aufgestellt – eingeschalten “ aber nach nur 30 Minuten heller Freude ueber die Kuehlung war die Anlage leider schon hinueber. Einen ganzen Tag und eine hoch temperierte Nacht spaeter bringt nun das staerkere Austauschgeraet die “heiss“ ersehnte niedrigere Temperatur im Schiff.

Kuehlgeraet.jpg

Meine Muskeln werden sehr unterschiedlich beansprucht. Waren es in der Heimat mehr oder weniger nur die Kaumuskeln, so spuere ich am ganzen Koerper jetzt die Arbeit, die vielen Schritte die Leiter rauf und runter und die Stufen im Schiff. Wir gewoehnen uns auch langsam wieder an das venezolanische Zeitverstaendnis “ Arbeiter sagt: “manana“ (morgen) meint aber “ueber“uebermanana“ und keiner regt sich mehr auf! Im Zubehoergeschaeft in der Marina gibt es “alles“, aber nichts, was man wirklich brauchen koennte. Porlamar liegt ja nur 80 Km von hier weg und man bekommt eben dort “alles“ – wenn man es denn findet!!! Jeder Laden hat nur ein kleines Sortiment und hat meist keine Ahnung, wo man Aehnliches bekommt. Was solls – Hauptsache, wir frieren nicht!

Maria hatte auch ein ganz besonderes Erlebnis: Sie hat ein Weinglas mit etwas Restalkohol stehen gelassen und siehe da, ein Kakerlak, der offensichtlich auf der Suche nach einer Hafenkneipe gerade vorbei geflogen kam, lies sich in dem Glas nieder. Nachdem er etwas gesueffelt hatte, konnte er seine Traenke nicht mehr verlassen – die Startbahn war zu kurz und zu rutschig. Frei nach dem Motto: Dont drink and fly!! Maria nutzte die Gelegenheit, den versoffenen Nachtschwaermer ausgiebig zu pixeln und er bekam ausserdem eine Nacht Einzelhaft aufgebrummt. Wie er das allerdings zuhause seiner Kakerlakin erklaert hat, ist uns egal!

Kakerlak im Weinglas.jpg