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Logbuch der SY Shalimardue



Dezember 2017
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Almerimar

21.08.
Die ersten drei Stunden wenig bis kein Wind – aber trotzdem von vorne. Nachdem er auffrischt auf 5 Bft, kreuzen wir auf. Gewinnen aber nur wenig, da 2 x eine Winddrehung gegen uns war. Der Wind lässt nach (hat von SW auf einen reinen W gedreht) und wir motoren nahe am Land gegenan.
Eine Hotelanlage, in der sonst trostlosen, aber wildromantischen Küste zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich – besonders der nicht alltägliche Name: HOTEL ILEGAL. Eine Riesenhütte in der Pampa für Pauschaltouristen.
Die „Huk“ – um die wir wollen bzw. müssen, hört nie auf. Immer wieder taucht eine neue Felsnadel auf und der Wind kommt nach wie vor immer von vorne – er dreht mit. (Kapsituation, sagt der Skipper). Danach schläft er ein – der Wind, nicht der Skipper “ hihi.
Um 20.30 Uhr Einchecken in der Marina Almerimar. Wir bekommen einen Platz zugewiesen und ein Marinero soll beim Anlegen helfen. Er springt aufs Nachbarschiff, öffnet dessen Mooring und will sie uns geben. Mein Skipp bleibt mit unserem Schiff noch entfernt stehen, da er nicht glaubt, was er sieht. Die einzige Mooring und natürlich knallt das Schiff rückwärts an die Mole. Es hat immerhin noch 3 – 4 Bft. Abendlüfterl. Keiner da auf dem Schiff, aber die nächsten Nachbarn helfen. Unser Marinero überlegt eine Weile, reicht mir die übernächste Mooring und schon ist er weg. Wir verholen uns noch etwas, dann geht es noch ins Marinalokal auf einen Schlummertrunk (und für Michi eine Fischplatte – damit er nicht so rasch vom Fleisch fällt).
22.08.
Um halb sechs Uhr früh weckt uns ein Rumpeln. Diesmal waren wir es, die mit dem Bug in die Mole gekracht sind. Der Ostwind hat aufgefrischt auf 6 Bft. Kaum steht unser Schiff sicher, bricht am Nachbarschiff die Hektik aus. Die Böen haben auch ihr Schiff erwischt und an die Mole gedrückt. Mein hilfsbereiter Kapitän hilft der etwas unsicher wirkenden Mannschaft und die beiden Französinnen strahlen ihn nur so an – dankbar – meine ich.
Unsere „to-do-Liste“ ist schon mehr als eine Seite lang, aber der erste Termin ist das Internetcafe, um zu sehen, wie weit unsere Bestellung der Ersatzteile für unsere Wasseraufbereitungsmaschine gediehen ist (soll am Freitag oder Montag ausgeliefert werden). Dabei – logischerweise – wird auch die Wetterseite kontrolliert. Für Freitag wird für unsere Gegend – Almeria – ein Sturm mit 11 Bft., Spitzen 12 Bft. vorausgesagt. Das bedeutet natürlich – eine zweite Mooring zu organisieren und alles für diesen Sturm vorzubereiten und zu hoffen, dass er doch nicht so stark wie vorhergesagt sein wird. Auch im Marinaoffice sind die Wettervorhersagen für diese Tage mit Leuchtmarker angezeichnet.
Eigentlich wollten wir Donnerstag oder Freitag einen Ausflug zur Alhambra nach Cordoba unternehmen. Da die Eintrittskarten schon Tage vorher vorbestellt werden müssen, können wir vorerst noch keinen Tag fixieren, da wir bei diesen vorhergesagten Windverhältnissen unser Schiff nicht alleine in der Marina lassen wollen.

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