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Logbuch der SY Shalimardue



Oktober 2017
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Ausflug Angelfall “ 2. Tag

Ohne Fruehstueck (interessanterweise nicht im Pauschalangebot enthalten) geht’s um 7 Uhr los. Das Haustaxi faehrt ca. 10 Minuten zum Flughafen Ciudad Bolivar. Hier starten und landen leider keine groesseren Flieger, daher fuer uns der Umweg ueber Ciudad Guayana. Mit einer kleinen, achtsitzigen Maschine der Marke “kleiner Buschflieger“ geht es dann auch gleich los. Michi wird auf Grund der Gewichtsverteilung sofort zum Copiloten erklaert, d.h. er darf vorne sitzen, aber gar nix angreifen.

Die Flughoehe ist maximal 2000 Meter und wir koennen das Land unter uns bestens sehen. Dass die Armaturen zur Haelfte nicht funktionieren, macht ein GPS Garmin wieder wett. (So wie bei einem Videospiel mit Flugsimulator). Nach heftigem Klopfen (vom Piloten – nicht von Michi) geht sogar der Hoehenmesser zeitweise wieder. Die Betriebsstundenanzeige bleibt jedoch unbarmherzig auf einer Zahl stehen. Nach 65 Minuten Flug landen wir nach einer halsbrecherischen Kurve auf dem kleinen Rollfeld von Canaima. Ein Flugzeugwrack liegt neben der Piste und mahnt still vor sich hin. Der Copilot gratuliert sofort dem Piloten fuer den schoenen Flug und wir stapfen voll beladen zum Buero, fuer die schon faellige Nationalparkgebuehr.

Es herrscht reger Flugverkehr in Canaima, wo ca. 1.400 Indios ihr Land mit den herrlichen Wasserfaellen noch Natur schonend vermarkten. Mit einem umgebauten LKW fahren wir in das “campamento“ von Excursiones Kavac, einer spartanisch funktionellen Unterkunft. Osvaldo, ein Pemon-Indio, ist fuer die naechsten drei Tage unser Guide.

Wir spazieren noch vor dem Essen zum Palmenstrand mit den Wasserfaellen und fotografieren “ trotz bedecktem Himmel “ wild drauf los. Nach dem sehr guten Mittagessen mit alkoholfreien Gratisgetraenken (Wasser und Kaffee immer, Cola jedoch nur zum Essen) geht es wieder zum Strand, wo wir mit einem grossen Einbaum (mit Motor) an den ersten beiden Wasserfaellen vorbei fahren.

Angelfall Tag 2.JPG

Dann 30 Minuten Spaziergang und wir kommen zum “Salto el Sapo“. Donnernde Wassermassen stuerzen 25 Meter ueber diesen breiten Wasserfall und unten geht ein “Weg“ durch. Trocken ist jedoch noch niemand auf der anderen Seite angekommen. Gut vorbereitet durch Osvaldo haben wir ab da alle nur das Badezeug an. Die Kameras hat unser schlauer Indio im Plastiksack durch die “Monsterdusche“ getragen! Auf der anderen Seite ist dann allgemeines Plantschen angesagt oder Duschen auf die harte Tour, es fuehlt sich wie Hagel an. Anschliessend weiter auf einem “Naturpfad“ durch den Dschungel auf den Wasserfall hinauf “ ein toller Ausblick “ ein unvergessliches Erlebnis. Die seltsame Bernsteinfaerbung des Wassers entsteht durch den hohen Anteil an Tannin aus verfaulten Pflanzenresten.

Im einzigen Geschaeft decken wir uns dann mit “einigen“ Bieren ein und sind dann schon wieder recht hungrig. Auch das Abendessen muss ausdruecklich gelobt werden. Die Nachtruhe ist etwas gestoert durch eine Rattenfamilie mit Anhang, welche am Dachboden recht rege unterwegs ist.

Angelfall Tag 2 a.jpg