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Logbuch der SY Shalimardue



Oktober 2017
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Aussichtspunkt le Chameau

Beim gestrigen Bocciaspiel haben wir leichtsinnigerweise beschlossen, den Aussichtspunkt le Chameau zu “bezwingen“. Immerhin haben wir 309 Hoehenmeter zu bewaeltigen. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 “ 90 % und einer Temperatur von 30 Grad im Schatten (wenn nur einer waere), ist dies kein einfaches Unternehmen.

le Chameau.jpg

Die Rundumaussicht auf unseren Ankerplatz le Bourg auf Terre de Haut, die Insel Dominiqua im Sueden, die Insel Guadeloupe im Norden, die Insel Marie Galante im Osten und die unendliche Weite im Westen lassen uns den langen Aufstieg gleich vergessen.

Ankerplatz in le Bourg.jpg

Die mitgebrachten gekuehlten Getraenke geniessen wir allein in luftiger Hoehe.

das Alpengasthaus hatte geoeffnet.jpg

Wind von hinten.jpg

Der Wind pfeift und wir spueren keine Hitze mehr. Allerdings bringt er meine sonst sorgfaeltig gepflegte Frisur leicht in Unordnung.

Das Fort Napoleon im Hintergrund haben wir ja schon mit dem Moped erkundet.

im Hintergrund Fort Napoleon.jpg

Ilet a Cabrit ist eine der drei Hauptinseln von Iles les Saintes. In einigen Tagen werden wir die Passage von hier nach Guadeloupe segeln, allerdings warten wir auf etwas weniger Wind. Der Passatwind ist momentan voll ausgepraegt und soll morgen auf 30 Knoten ansteigen.

Ilet a Cabrit und im Hintergrund Guadeloupe.jpg

toller Aussichtspunkt.jpg

steiler Auf- und Abstieg.jpg

Als Abstieg waehlen wir “ um nicht die gleiche Strecke zurueckgehen zu muessen “ die “Route de la Natuer“. Wir brauchen nur den roten Punkten (red dots “ nicht red dogs!) zu folgen, haben wir von erfahrenen “Wanderseglern“ aus Kanada erfahren. Sie haben sogar von einer Barfussroute gesprochen.

schwieriger Abstieg.jpg

Wir waren in kuerzester Zeit in hochalpinem Gelaende, der Weg zurueck war fuer uns schlicht “undenkbar“. Klettersteig ohne Sicherung – mit Bachbettfeeling. Aber mit super Aussicht “ weil nix diese versperrte “ auch nach unten nicht.
Gallische Fischer haben diese Inseln besiedelt “ nachdem sie die englischen “Roemer“ verjagt haben.
Wahrscheinlich sind hier schon Asterix und Obelix auf der Suche nach Wildschweinen herumgeirrt, auf jeden Fall haben wir bei diesem sehr “selektiven und steilen“ Rueckweg einige Hinkelsteine vorgefunden. Leider keine Schweine, dafuer laufen hier viele wilde Ziegen herum. Wo Ziegenschâ?¦. liegt und rote dots zu sehen sind, da ist der Weg sicher und gut!!

Hinkelsteine ala Obelix.jpg

Abstieg.jpg

Schmarotzerpflanzen.jpg

Unsere Fuesse und Gelenke schmerzen schon und der Weg ist noch immer nicht zu Ende. Wir sehen das Meer, hoeren es auch “ sind aber noch weit entfernt von unserem eigentlichen Ziel. Was immer Kanadier unter “Barfussroute“ verstehen “ es ist nicht das gleiche, was wir uns darunter vorstellen. Wir gehen auch nicht in die Richtung, die uns zu den ersehnten Beibooten fuehren sollte, sondern in die ganz andere “ auf die andere Inselseite. Wir finden dann doch noch die Strasse, die uns um die halbe Insel “herum fuehrt.“ Zum Glueck auch in eine “Labestation“, wo wir die Bierreserven eines Hotels bis auf die letzte Flasche leeren.

Alle Lokale haben bereits zu und Mittagspause und so gibt es auf unserer Shalimardue fuer alle Risotto mit selbst gefangenem und eingerextem Bonito. Unsere Fuesse gluehen und heute wird uns das ewige Schaukeln auch nichts mehr ausmachen. Das nachmittaegliche Bocciaspielen ist allerdings fuer heute ersatzlos gestrichen. Der Schwell in dieser Bucht ist einzigartig. Aber man gewoehnt sich ja an fast alles.

rauhe Passage.jpg