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Logbuch der SY Shalimardue



Dezember 2017
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Buchteln und Inselhüpfen

22.7. Eigentlich wollten wir ja noch in Kalamos frisches Brot und Obst einkaufen. Aber der einzige Laden bleibt zu, heute ist ja Sonntag. George, der Wirt an der Molenwurzel hilft den Nautikern beim Anlegen, wobei ich seine Ruhe nur ehrlich bewundern kann. Einen Segler, der erst nach längerem Vollgas vorwärts und achteraus, zuviel Kette und gleich darauf zuwenig, endlich die Mole mit hörbaren Krachen erreichte, begrüÃ?te er mit den Worten “ welcome Captain in Kalamos, you are real very welcome!! Wir essen natürlich bei dem Mann mit den stärksten Nerven von Kalamos und das hervorragend. Bei absoluter Windstille und extrem diesiger Sicht motoren wir am nächsten Tag die ca. 10 Seemeilen (Logge funktioniert schon wieder einmal nicht) nach Meganisi in die unbewohnte Bucht Makrya. Im schmalen Bereich zwischen Festland und Insel Kalamos nutzen viele Paddler das spiegelglatte Wasser zum mehr oder weniger ernsthaften Kanufahren. Einige dieser Individualisten haben winzige Zelte am FuÃ?e der schroff ins Meer fallenden Felsen aufgestellt und erfreuen sich an ihrer Art von Urlaub, inmitten der überwältigenden Natur. Allerdings sind auch ein paar kindische dabei, wie man an den Fotos sieht. Beim Ankern in Makyra gelingt uns erst der dritte Versuch, da der Boden stark mit Seegras bewachsen ist.
23.7. Wir machen zuerst einen Abstecher in den kleinen sehr malerischen Ort Vathi, den uns unser Freund Tscheck Reini so warm ans Herz gelegt hat, kaufen die nötigen Lebensmittel ein und trinken gemütlich einen griechischen Kaffee. Da aber das empfohlene Lokal von Ericco erst mittags aufmacht und das Wasser im Hafen zu schmutzig zum Baden und Erfrischen ist, fahren wir – wieder bei absoluter Windstille und 40 Grad im Schatten (lt. Wetterbericht sollte es die letzten Tage immer NW Wind mit 5 – 6 Bft. haben) weiter in die nächste Bucht Spilia. Es gibt zwar einen Steg vor der Taverna Asteria ( www.asteria.gr) und eine Mole vor der Taverna Porto, wir ankern lieber auf 20 m Tiefe. Danach schwitzen wir in der Mittagshitze den Serpentinenweg in den Ort Spartochorion hoch. Hier kann Wasser keine Mangelware sein, denn überall grünt und blüht es in voller Pracht. Ich kaufe zwei neue Pareos (mein liebstes Gewand). Der Verkäufer ist gleichzeitig der Wirt der Pizzeria und empfiehlt uns sein Lokal im ersten Stock.(No na net) Nachdem wir aber noch keinen Hunger verspüren, trinke ich nur Wasser und Michi sein Mythos.. Wir zahlen und der Wirt George gibt Michi noch als Gratiswegzehrung eine Dose eiskaltes Bier mit auf den Retourweg. Beim Abendessen im Astoria sagt der Chef beim Bezahlen „you are welcome“ und lädt mich auf die Flasche Retsina ein. Dasselbe macht er übrigens auch noch nach dem Abendessen. Vielleicht hat er vergessen, dass er mittags schon so groÃ?zügig war. Wir sind aber noch abenteuerlustig und motoren mit unserem schnellen Pferd quer über die Bucht zur Taverne Odysseus und genehmigen uns noch einen Dämmerschoppen oder Sundowner oder sowas.
24.7. Eine ungute Dünung von der Seite weckt uns schon sehr früh am Morgen. Unser heutiges Ziel ist wieder der Stadthafen Lefkas, wo wir vor 10 Tagen unseren Wasserschaden behoben haben. Michi sucht eine spezielle Plane in eben diesem Schapp und es trifft ihn fast der Schlag, als er wieder ca. 10 cm hoch Wasser vorfindet. Wieder alles heraus zum Trocknen und wieder an die Suche nach der Ursache. Eine Schlauchverbindung der Süsswasseraufbereitung, die natürlich von keiner Seite aus sichtbar ist, weist ein Leck auf und bei Betrieb hat dieses eine Menge Wasser statt in die Tanks in dieses Schapp rinnen lassen. Aber damit noch nicht genug: eine unserer beiden Lichtmaschinen liefert keinen Strom in die Verbraucherbatterien. So sucht Michi in der Marina Lefkas den Yachtservice auf und es soll ein Techniker um 12.30 Uhr vorbei kommen. Nun gut, es ist bereits 14.30 Uhr, es war noch niemand da. Soll ja vielleicht auch nur hei�en, dass grundsätzlich heute jemand kommt oder morgen oder irgendwann. Wir bereiten uns jedenfalls auf die Fahrt nach Westen vor. Ob wir allerdings in Sizilien oder in Malta landen, hat nichts mit der Navigation, sondern eher mit der Windsituation zu tun, die wir drau�en antreffen werden. Aber nachdem wir nun aus dem Land von Odysseus kommen ist eine Zielvorhersage sowieso nur bedingt ernst zu nehmen..

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