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Logbuch der SY Shalimardue



November 2017
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Carriacou “ Sandy Island und Tyrell Bay

Die ewige Schaukelei wird mir abgehen. Das Ankern zwischen zwei Riffs wird sogar fuer einen Catamaran unruhig, denn bei Hochwasser schwappen die Wellen ueber das Aussenriff und die Boote beginnen zu rollen. Die 14 Tage, die wir fuer St. Vincent und die Grenadines einklariert haben, sind vorbei und deshalb geht es weiter nach Carriacou. Diese Insel gehoert bereits zu Grenada.

Die Einklarierungsformalitaeten sind “rasch“ erledigt. Die erste halbe Stunde vergeht zwanglos mit Warten auf den zustaendigen Beamten der Immigration, der sich irgendwo im Ort herumtreibt. Dieser ist mir dann aber sehr behilflich, weil das Formular in sechsfacher Ausfertigung doch einige – fuer mich nicht ganz klare Aussagen – verlangt. Von der Immigration muss ich wieder die “halbe Stadt“ zurueck zum Zoll, wo ich eine der Durchschriften abgeben muss. Eine wohlproportionierte, sehr, sehr gewichtige Zoellnerin knoepft mir fuer Overtime (Hackeln am Wochenende) noch einen Zuschlag ab. Der Hafenmeister nimmt dann ausserhalb des Gebaeudes “ natuerlich im kuehlen Schatten “ unsere Anmeldung entgegen und wuenscht uns noch einen schoenen Aufenthalt auf seinem “friendly Island“.

Obwohl Hillsborough die Hauptstadt von Carriacou ist, draengt sich uns der Name “Hauptstadt“ nicht sogleich auf. Es ist ein uriges Nest mit vielen, vielen Bretterverschlaegen. In der einzigen Hauptstrasse findet reges Leben und der allgemeine Strassenverkauf statt. Karibik pur eben. Einige kleine Lokale, die jedoch nur schwer mit dem Wort “Restaurant oder Lokal“ in Zusammenhang gebracht werden koennen, saeumen die Strasse. Ein Museum, welches jedoch heute am Samstag leider geschlossen hat, haben wir hier allerdings nicht erwartet.

img1_30 Eier kosten umgerechnet 5 Euro.jpg

img2_Museum - leider geschlossen.jpg

img3_beim Ratschen.jpg

Wir beschliessen, weiter in die Tyrellbay zu segeln, allerdings nicht ohne einen kurzen Badestopp auf Sandy Island. Diese Insel war “ bevor der Zyklon Lenny den Grossteil des Riffs und saemtliche Palmen zerstoert hat “ eine der schoensten in der Karibik. Sie steht unter Naturschutz, selbst fischen ist verboten.

img4_Sonne und Bewoelkung wechseln sich ab.jpg

img5_gibt es auch hier Steinmaennchen.jpg

img6_und jetzt scheint sie wieder.jpg

Die Tyrellbay ist unter den Langzeitseglern als sichere Bucht mit bestem Ankergrund bekannt. So wundert es uns nicht, dass schon so viele hier sind. Die Sonne ziert sich heute besonders, nur ganz selten hat sie sich angestrengt, um hinter der dichten Wolkenschicht hervor zu kommen. Mitten im Hafenbecken ist ein “Lokal“ verankert, das “Angels Rest“. Ein Nirostaschweisser und Segelmacher betreibt sein Geschaeft – ebenfalls schwimmend – auf einem alten Trimaran.

img7_Tyrellbay auf Carriacou.jpg

img8_schwimmendes Lokal in der Tyrellbay.jpg

An der Hauptstrasse dieser Bucht ist wegen dem, im Feber stattgefundenen, 32. Unabhaengikeitstag der Insel alles, aber auch wirklich alles, in den Landesfarben angepinselt worden. Die Reihenfolge der Farben ist allerdings nicht immer konstant. Hihi

img9_Rastafarifarben auf Carriacou.jpg

Am fruehen Morgen schon beginnt Michi, unser Schiff von dem starken Bewuchs zu reinigen (weil sonst die Fotos nicht so schoen werden) – haha und schnurchel. Danach besichtigen wir unsere neue Bucht. Wir besuchen die ARAWAK Divers, eine deutsch sprechende Tauchschule und Freunde von Salina Due. Denen richten wir die aufgetragenen Gruesse aus und erkundigen uns auch wegen einem schoenen Tauchgang.

img10_ganz hinten in der Mitte - das Kleine - sind wir.jpg

Das “Old Rumshop“ “ ein besserer Bretterverhau mit Wellblechdach “ ist die wohl bekannteste Bar des Ortes. Bier und Soda ist eisgekuehlt und den “beruehmt beruechtigten“ Rumpunch werde ich am Abend versuchen. Aber nur einen.

img11_ueberall und immer wird Rum getrunken.jpg

Anschliessend wird unsere alte 1/3 Nationale ausgetauscht. Auf den 6.650 SM von Grado in die Karibik hat sie viele starke Winde aushalten muessen bzw. wurde davon ganz schoen “ausgeweht“. Eine weitere schoene Erinnerung. Die Gastlandflagge von Grenada weht allerdings ganz neu.

img12_alte u neue Oesi_flagge u die von Grenada.jpg