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Logbuch der SY Shalimardue



November 2017
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    Privat

Die andere Geschichte

Mir als pensionierter Bankbeamtin obliegen natuerlich die Bankgeschaefte im privaten. Durch die EU und den Euro habe ich mir schon viel Arbeit erspart “ kein Geldwechsel erforderlich. Jetzt, vor unserem Sprung in die Karibik, muessen erstmals Euro in US Dollar getauscht werden.

Santa Cruz ist eine grosse Stadt und hat an fast jeder Ecke eine Bank. Ich gehe also in das riesige Geb?e einer heimischen Bank hinein. Eine ewig lange Schlange von Leuten steht in einer wohlgeordneten Reihe (durch Sperrbaender getrennt) vor dem einzig geoeffneten Schalter. Vorsichtshalber erkundigte ich mich bei einer Informationsstelle, ob dies die Kasse sei und ob ich hier Geld wechseln k?. “Sind Sie Kunde dieser Bank?“ “Nein!?!“ “Dann nicht“. Durch diese Auskunft (ebenfalls nur auf spanisch), habe ich mir mehr als eine Stunde Anstellen erspart. Auf in die n?ste Bank. Da gab es gar keine Kasse und natuerlich ist Geldwechseln auch nicht moeglich. Schon vorsichtig geworden, erkundige ich mich beim n?sten Geldinstitut sofort bei Betreten, ob Euro in Dollar gewechselt werden k?n. Bei einigen Banken musste ich allerdings auch fuer diese eine Frage in einer Reihe anstehen.

Endlich finde ich eine Bank, wo bereits aussen neben dem Namen der Bank “change“ steht. Es verwundert mich, dass so viele Leute vor dem Gebaeude stehen. Man muss sich eine Nummer ziehen. Irgendwo steht ein Kastl mit vier verschiedenen Angaben (nur in spanisch “ eh klar) und ich druecke halt irgendwo und eine Nummer wird ausgespuckt. Aha, ich habe die Nummer 111, sie gefaellt mir, solange, bis ich sehe, dass gerade die Nummer 84 an der Reihe ist. Damit ist auch geklaert, warum die Leute vor der Bank warten und nicht drinnen. Zuerst warte ich eine Viertelstunde, dann ist die Nr. 87 dran. Vielleicht ist es besser, ich gehe auf einen Kaffee in der Zwischenzeit. Eine halbe Stunde spaeter “ nach Kaffee und Brioche “ ist doch tatsaechlich die Nr. 93 dran.

Ich gebs auf, denn ich habe noch eine winzige Wechselstube gefunden. Da sind nur drei Leute vor mir dran. Als ich endlich an der Reihe bin, kommt meine langjaehrige Kassiererfahrung zum Zug. Ich zaehle schon waehrend der Vorbereitung mit und bemerke, dass 10 Dollar fehlen. Sie zaehlt mir dann vor, aber nur die 50er und 20er Scheine, die kleinen 1 und 5 Dollarnoten (29 Dollar, wobei ja 10 fehlen) gibt sie in einem Paket her. Da ich vor dem Schalter mit dem Nachzaehlen beginne, sagt sie, ich solle auf die Seite gehen (damit sie mir dann Manipulation vorwerfen koennte), aber nicht mit mir. Ich zaehle also weiter vor, die 10 fehlen tatsaechlich, sie schiebt mir 10 heraus, spricht keine Entschuldigung aus, sondern nur (auf spanisch) der n?ste (auch das Bitte laesst sie weg).