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Logbuch der SY Shalimardue



Oktober 2017
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Insel Paxos – Hafen Gaios

Beim Meze am Abend erzaehlt uns Kostas, der Seemann, viel aus seinem Leben, der griechischen Mentalitaet, dem alles beherrschendem Familiensinn und wir erkennen seinen jung gebliebenen Geist. Viele Jahre am Meer und weltweite Erfahrung mit Menschen praegen sein Leben. Bei der Bezahlung beschaemt er uns allerdings, denn WIR wollten ihn sehr gerne einladen, dabei hatte er bereits alles erledigt. Seine Frau bzw. seine Tochter Evangelista vermieten Ferienhaeuser hier auf Lefkas und man kann auf www.mediterraneohome.gr bei ihnen einen Griechenlandaufenthalt buchen. Wir verabschieden uns mit dem Versprechen, naechstes Jahr wieder nach Lefkas zu kommen und viel mehr Zeit mitzubringen.

1_Lefkas bei Nacht.jpg

Es ist Samstag 07 Uhr frueh und wir verlassen die Insel beim ersten Oeffnen der Bruecke. Leider stellen wir bald darauf fest, dass unser Autopilot nicht richtig arbeitet. Nach 2 Stunden Fahrt kehren wir um. Michi ruft bei der Firma Yachtelektronik Ober in Lustenau an und bittet um Hilfe. Die noetigen Kontrollschritte werden gemeinsam am Telefon besprochen. Der Slogan “Service ist nicht alles “ aber ohne Service ist alles nichts“ wird von dieser Firma tatsaechlich gelebt. Samstag frueh “ keine Geschaeftszeiten “ aber trotzdem ausreichend Zeit fuer unser Problem. Danke!!

Wir haben drei Stunden mit der Neueinstellung des Autopiloten verbracht, koennen aber dann doch noch los. Zuerst steht nur eine lang gezogene Welle (fast wie am Atlantik) gegen uns und wir geniessen die Arbeit unseres neuen “Huberti“s“ (geadelt wird er erst nach 2000 fehlerfrei gefahrenen Seemeilen) am Bug unserer Shalimardue.

2_Arbeit am Autopiloten_.jpg

Anscheinend haben wir Starkwind (25 “ 35 Knoten) oder Schwachwind (bis 5 Knoten) gepachtet. Es gibt kein Mittelmass fuer uns: wo sind die versprochenen 15 Knoten Wind “ aus der richtigen Richtung??? Auch heute erwischt uns ab Mittag ein Zuviel an Wind und Welle gegenan. Es herrschen zwei hohe Wellensysteme, die ein Ausweichen unmoeglich machen. Fuer das letzte Drittel (von 45 SM) benoetigen wir fast 5 (!!) Stunden, da auch der Strom mit 1 ½ Knoten gegen uns steht.

3_bewegtes Meer.jpg

Endlich kommen wir in Gaios auf Paxos an. Wir nehmen die suedliche, seichte Einfahrt und finden im Hafenschlauch einen wunderschoenen und vor allem ruhigen, fast windstillen Ankerplatz.

4_seichte Einfahrt nach Gaios.jpg

5_Paxos Gaios.jpg

6_mit Buganker u Heckleinen.jpg

Aus den vielen Tavernen duftet es koestlich und die Auswahl faellt schwer. Dieser kleine Ort ist uns vor 2 Jahren schon positiv aufgefallen, weil es ein typisch griechischer Minihafen ist.

7_eine der vielen guten Tavernen.jpg

Sonntag = Ruhetag. Urspruenglich wollten wir zwar weiter, aber es gefaellt uns hier ausnehmend gut und kurz entschlossen verlaengern wir um “ mindestens – einen Tag. Ein ausgedehnter Spaziergang endet mit einem griechischen Kaffee. Kleine Strassencafes (viele mit WiFi) reihen sich nebeneinander “ nur an der Farbe der Stuehle erkennt man das Nachbarlokal.

8_suedl Einfahrt nach Gaios.jpg

9_glasklares Wasser.jpg

10_griechischer Kaffee.jpg

Michi versucht seinen angeschlagenen Gleichgewichtssinn zu testen, waehrend ich mich unter einem uralten Olivenbaum ausraste. Am Nachmittag orgelt (windet) es wieder draussen und wir sind froh, heute hier geblieben zu sein.

11_Gleichgewichtstraining.jpg

12_alter Olivenbaum.jpg