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Logbuch der SY Shalimardue



Dezember 2017
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Isla Borracha

Von Cubagua nach Borracha sind es ungefaehr 50 Seemeilen und deshalb segeln wir bereits um 06 Uhr frueh bei schoenstem Wetter und anfangs hervorragendem Segelwind los. Nachdem uns Yogi ueber Funk von seinem Petri berichtet, versucht Michi ein bis zwei taktische Koederwechsel, gibt sogar die zweite Fischerstange raus und tatsaechlich – nach mehr als einer Stunde „klingelt“ es gleichzeitig bei beiden Stangen. Herr und Frau Dorade haben zur selben Zeit gejausnet – zum letzten Mal allerdings. Heute und in den naechsten Tagen gibt es Golddoraden in jeglicher Form. Kurze Zeit spaeter rauscht die Angel erneut aus: dieser Fisch ist jedoch nicht zu halten. Er spult die ganzen 150 Meter Leine ab, ohne dass Michi auch nur irgendetwas dagegen tun kann. Und zu guter Letzt verschwindet der Fisch, frisch gepierct mit unserem faengigsten Koeder, in den Tiefen der karibischen See.

Petri_Michi_ dank.jpg

Auf Isla Borracha (betrunkenes Weib) ist nur eine, aber dafuer malerische Bucht, welche am Wochenende von den Einwohnern der benachbarten Grossstadt Puerto la Cruz ueberlaufen wird. Wir ankern mit Samantha-Nova im herrlich klaren Wasser. Leider truebt unsere Freude am Abend ein Mueckenschwarm. Man kann kaum Luft holen, ohne einige zu verspeisen. Die wenigen Fischer verlassen am fruehen Abend ihre Holzhuetten und fahren zum Fischfang hinaus. Beim anschliessenden Sundowner bei Yogi (Cuba libre) und Teresa (frisch gemixte Maracuja mit Rum) sind uns die Muecken dann mehr oder weniger egal, bzw. bei Einsetzen der Finsternis sind sie verschwunden.

Waehrend der „blauen Stunde“ (vor dem Sonnenaufgang) beobachten wir schon eine Vielzahl von Geiern (hab ich vorher noch nie in freier Natur gesehen) und Pelikanen – friedlich vereint – am Ufer. Die Kaktushuegel besteigen wir gleich am fruehen Morgen und geniessen eine spektakulaere Aussicht auf unsere Boote.

Isla Borracha.jpg

In unserem Cruising Guide wird auf die Gefahr von echten Vampir-Fledermaeusen in der Bucht hingewiesen. Wir haben zwar welche am Abend im Flug gesehen, sie haben uns bisher aber verschont. (Michi kann in der Nacht nicht mehr schlafen und sitzt mit roten Augen im Schatten und schaut mich so komisch an – hihi)