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Logbuch der SY Shalimardue



Oktober 2017
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    Privat

Jost van Dyke “ Great Harbour

Heute ist Vollmond und deshalb motoren wir in die naechste Bucht, wo im “Foxis“ immer heftig abgefeiert werden soll und ganz besonders bei den Fullmoonpartys. Die Atmosphaere in Foxys urtuemlicher Bar mit seinem Gitarrespiel und improvisierten Calypsoballaden soll angeblich fuer jeden Karibiksegler einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen. Prominente, wie die Kennedys und John Travolta und noch viele andere, haben hier schon ihre Taenzchen im Sand vor den Lokal gemacht.

1_Foxys.jpg

2_Haengematte fuer alle.jpg

Ich habe mich heute fuer einen Wasch- und Putztag entschieden, da WIR diese noetigen Arbeiten immer etwas “zusammenkommen“ lassen. Waehrend ich also wasche und putze, macht mein Skipper alleine einen Landausflug. Seine Reparatur- und Wartungsarbeiten sind momentan alle erledigt bzw. ihm faellt momentan wirklich nix ein, was er so tun koennte und geht mir gnaedigerweise aus dem Weg. Wenn man solange gemeinsam auf kleinstem Raum lebt, weiss MANN, wann geziemender Abstand ein Gebot der Stunde ist, um danach wieder in “Harmonie“ zu leben.

Was ich leider nicht bedenke ist, dass ich nach einem Waschtag und Totalputztag bis am Abend “ zwar gestaerkt durch ein hervorragendes Essen bei Foxys “ bereits um 21 Uhr muede ins Bett falle und dadurch fuer uns die Fullmoonparty ausfaellt, die erst lang nach 22 Uhr beginnt.

3_Waschtag.jpg

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5_wo gehts lang.jpg

Dabei habe ich Zeit, mich noch ueber das gestrige Erlebnis eines Ankermanoevers in unmittelbarer Naehe zu unserem Schiff zu aergern. Ein Einrumpfer (ein halbes Schiff sozusagen) wird von seinem amerikanischen Skipper direkt vor unser Schiff gebracht und einer seiner Crew laesst den Anker “ausrauschen“. Allerdings stoppt er nach ca. 5 Meter Kette bei 1,5 m Wassertiefe und steht damit direkt vor uns. Michi holt demonstrativ einen Fender “ ohne was zu sagen. Aber ich kann mich nicht halten und schimpfe laut vor mich hin. Der Schreck mit dem Franzosen, der auf unser Schiff quer hinauf gekracht ist, steckt mir noch immer in den Knochen. Sagt der Skipper zu mir: “keep cool“. Das hat mir gerade noch gefehlt. Meine Antwort war auch nicht ohne: “I keep cool, but if you are far away from me“. Mein Tonfall hat meine Wortwahl noch etwas verschaerft. Es duerfte aber genutzt haben, denn daraufhin haben sie den Anker gelichtet, um kurz darauf den naechsten Nachbarn in blanke Panik zu versetzen.