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Logbuch der SY Shalimardue



Dezember 2017
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Korfu Stadt

Ich bin nun mal kein Computergenie und aus diesem Grunde verzichte ich darauf, mir hier in Korfu gleich einen neuen Laptop zu kaufen, da diese nur Beschreibungen in griechisch und englisch haben. Der Computertechniker stellt als Fehler eine Beschädigung des „motherbords“ fest, Gründe dafür gäbe es hundert, mir reicht der eine, der diesen Ausfall zur Folge hatte. Jetzt ist Organisationstalent gefragt. Meine Nichte Birgit besorgt uns einen neuen Laptop. Die Beratung erfolgt durch ihren Halbmarathon-Gatten Rico, der nach dem Lauf im Krankenhaus seine Dehydrierung pflegt und den Hubschrauberflug vom Ziel bis ins Krankenhaus nach Villach noch einmal Revue passieren lässt,(übrigens gute, gute Besserung!!) Da ich mit dem neuen Vistaprogramm sicher nicht zurecht komme, spielt Johannes, der nächste Verwandte, nicht nur XP, sondern auch noch alle anderen Programme für mich drauf. Und mein neues Wunderding kommt am Samstag mit Albert und seiner Familie direkt aus Villach nach Korfu, von wo aus sie zu einem Segeltörn mit Volte und Doris aufbrechen. Einige Flaschen Mhytos (griechisches Bier) stehen bereits gekühlt bereit. Vielen Dank an die ganze Staffel, die da mithilft. Nachdem wir unsere Dieseltanks wieder aufgefüllt haben, fahren wir gerade mal 6 SM, um vor der südlichen der beiden wunderschönen, aus venezianischer Zeit stammenden Stadtfestungen, den Anker fallen zu lassen. Das Altstadtviertel Kampielo mit den italienisch geprägten Häusern, sowie zahlreichen Tavernen und Souveniergeschäften hat es uns angetan. Die Orientierung fällt mir in dem engen Gassengewirr schwer, bzw. habe ich sie überhaupt verloren. Aber bei uns ist es leicht, wenn Michi mich fragt, wohin müssen wir nun gehen, sage ich mit 100%iger Sicherheit eine Richtung, die wir jedoch NIE nehmen und leider trotzdem dann immer richtig ankommen. Am Abend werden wir auf das Nachbarschiff zu Bernd und Maxi auf der M & B eingeladen. Sie sind auch mit einer Prout 37(Katamaran) für längere Zeit unterwegs. Zwischendurch ist allerdings bei Ihnen ab und zu noch etwas arbeiten angesagt. Ich habe für den Anker einen neuen Ausdruck kennen gelernt – Pickl. Die Aussage von Bernd – wenn in einer Hafeneinfahrt der Motor wieder einmal streikt, wird halt der Pickl versenkt, war uns neu und wir haben sehr darüber gelacht. Wie bisher jeden Abend, ist selbst der Wind langsam eingeschlafen. Wir jedoch noch nicht. Michi nimmt nochmals seinen „alten“ Laptop heraus, für den wir eigentlich nur noch den passenden Müllkübel gesucht haben. Mit kurzen Worten: wir haben ein neues Crewmitglied – er heisst: Toshiba Lazarus (der Auferstandene!) Das Geschüttel, das den einen Laptop ins Koma getrieben hat, wirkte beim anderen als Jungbrunnen!! Computerfachleute werden sich wundern, was eine nächtliche ruppige Ã?berfahrt von Otranto nach Korfu für heilende Wirkung auf 50 % der an Bord mitgeführten Laptops haben kann. Wir konnten noch am Abend einen Positionsreport aussenden, was vor zwei Wochen, selbst nach stundenlangem Herumgefunke nicht gegangen ist. Alle Programme gehen wieder!! Leider ist auf dem Lazarus aber kein Bildbearbeitgungsprogramm drauf – so gibts bis zum Eintreffen des NEUEN nur Text von uns.