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Logbuch der SY Shalimardue



Dezember 2017
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    Privat

Mahon

08.08.
Die Balearen verwöhnen uns nicht gerade mit schönem Wetter. Der Wind pfeift, es ist 22 Grad „kalt“ und die Sonne hat sich hinter schwarzen Wolken versteckt. Ich gebe mich ganz einer Putzorgie hin. Die Armaturen werden mit einem Zahnbürstl in die Mangel genommen und auch sonst bleibt fast keine Stelle unbeputzt. Michi nützt meinen Arbeitswahn ebenfalls für die nötigen technischen Wartungen. Er baut die Dieselpumpe aus, sieht die undichte Dichtung, aber da am Schiff keine Ersatzdichtung vorhanden ist, baut er gleich eine neue Ersatzpumpe ein.
Wir haben für 19 Uhr mit Bruno in der Stadt eine Einkaufstour vereinbart, wer aber auch nach einer Stunde noch nicht da war, war Bruno. So haben wir halt wieder einmal nur die nötigsten Lebensmittel, wie Bier, Wein, Obst, Käse und Wurst (die Reihenfolge ist rein zufällig und nicht nach Wichtigkeit geordnet) in einem kleinen Shop eingekauft. Die Käseherstellung geht auf Menorca bis zur Antike zurück. Der „Queso Mahon“ wird mit Kuhmilch hergestellt. Klima, Feuchtigkeit und das Weidegras geben ihm seinen charakteristischen Geschmack und in verschiedenen Reifegraden als frischer, mittelscharfer, gereifter und überjähriger Käse verkauft. Michi war nach der ersten Kostprobe der Meinung, dieser Käse stamme wirklich aus der Antike.
Unser Beiboot hat einen neuen Stoppel bekommen, aber leider leckt es weiter.. Dürfte sich auf Vulcano eine grö�ere Beschädigung geholt haben.
09.08.
Für heute ist die Wehrbesichtigung vorgesehen. Der Wind hat etwas nachgelassen und die Sonne schaut auch schon wieder hinter einigen Wolken hervor. Aber, wir sind nicht dazu gekommen: ein österreicher, mit Steirerflagge, wirft seinen Anker neben uns und kommt auch gleich auf einen Ratscher vorbei. Es dauert nicht lange, ist Michi auf deren Boot und zu mir kommt die Crew des zweiten österreichischen Bootes in der Bucht aufs Schiff. Die SY Santina ist ebenfalls auf den Weg in die Karibik und die SY Skylla (nach zwei Jahren Ausstieg aus dem Berufsleben) über den Atlantik – bei denkbar schlechtestem Wetter – wieder zurück – nach Wien. Es ist bereits sehr früh in der Früh, als wir dann fast alle Neuigkeiten ausgetauscht haben: Liegeplätze, Kochrezepte, Wetterinfostationen, Gedanken und Erfahrungen über ARC (wir werden nun mit Sicherheit nicht an dieser Ralley teilnehmen, ich habe es mir nur kurzfristig ins Auge gefasst).
Am späten Abend ist Bruno noch vorbei gekommen und hat sich für sein gestriges Fernbleiben entschuldigt. Sein Sohn ist über eine Stiege gefallen und musste ins Krankenhaus – röntgen, aber zum Glück alles bestens. Und er hatte von uns keine Telefonnummer, um uns davon zu verständigen. Schande über mich, dass ich nur auf „Vergesslichkeit“ getippt habe.
10.08.
Vorhaben „Wehrbesichtigung“ muss von Vormittag bereits auf Nachmittag verschoben werden. Die drei Männer versuchen auf der Santina den Emailversand mittels Funk in den Griff zu bekommen. Und mir bleibt Zeit, wieder eine Eintragung ins Logbuch vorzunehmen.