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Logbuch der SY Shalimardue



Oktober 2017
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    Privat

Marina Almerimar

23. bis 24. 08.
Wir sind voller Tatendrang und möchten unsere „to-do-Liste“ sofort verkleinern. Michi stiefelt knapp vor 10 Uhr los, um beim Segelmacher das Sonnensegel verstärken zu lassen und nachdem wir den Nirostaschutz vor dem Ankerkasten im Schwerwetter verloren haben, soll auch dieser erneuert werden. Das Leben hier in der Marina beginnt ja erst nach 10 Uhr am Vormittag. Und ich habe auch ein ganz besonderes Erlebnis. Waschtag: Gestern haben wir im Marinagelände eine Wäscherei ausfindig gemacht, allerdings ca. 3 km von unserem Liegeplatz entfernt. Nachdem mir mein Skipper einen Einkaufswagen organisierte, bin ich mit diesem “ schwer beladen mit Schmutzwäsche durch die halbe Marina gedüst. Ich war allein – mit mindestens 10 Waschmaschinen und einer Bedienungsanleitung in Spanisch und Englisch. Wer mich kennt, weiÃ?, dass ich ein gestörtes Verhältnis zu Geräten habe, die an einem Ende ein Stromkabel haben. Waschpulver – wer denkt denn daran, gibt es aber zu kaufen – pro Becher um 50 Cent. Für eine Waschmaschine benötigt man 5 einzelne Euromünzen. Hab ich natürlich auch nicht. Die Maschinen bereits gefüllt, bestelle ich im Nachbarcafe einen kurzen Schwarzen und Wechselgeld. Ersteres wird erfüllt, zweiteres nicht. Es gibt eine Wechselmaschine für Papiergeld. Nur – wo ist die. Irgendwann hab ich dann doch allein alles richtig gemacht und die Maschinen laufen.
Die Zeit dazwischen nütze ich fürs Internet. Gestern haben wir eine WLan Berechtigung für eine Woche gekauft und sollten diese auch auf unserem Schiff nützen können. Aber leider gibt es auf unserem Liegeplatz keinen Empfang und daher meine Reklamation. Der Angestellte wollte sich zuerst auf Bedienungsfehler meinerseits herausreden, aber ich hatte den Laptop mit (im Einkaufswagen) und nach einer genauen Kontrolle gab er zu, dass es ab und zu Probleme gäbe, ich aber gerne im Internetbüro mit meinem Laptop arbeiten kann. Eh klar, 3 km Laptopschleppen – ohne mich. Setz ich mich halt in ein Cafe oder eine Taverne in der Nähe unseres Schiffes und erledige dort meine Post.
Wieder zurück im Waschladen – die Maschinen stehen – und ich suche die Möglichkeit zum Trocknen. Leider…. ich lege den gesamten Inhalt fein säuberlich zusammen (in den Einkaufswagen) und bevor ich ganz fertig bin, kommt Michi vorbei und fragt, warum ich die Wäsche nicht gleich in den Wäschetrockner gebe. Den hab ich – obwohl direkt vor meiner Nase – nicht gesehen, ich dachte, ich müsste ein neues Programm in der Waschmaschine starten und das erschien mir dann doch nicht ganz so sinnvoll. Die ganze Wäsche in den Trockner und nach weiteren 30 Minuten und einem Glas Wein bzw. Bier konnte ich die Wäsche erneut zusammen
legen. (Wohin – in den Einkaufswagen) und wieder ca. drei Kilometer zu FuÃ? zurück. Beim nächsten Mal bin ich schon schlauer.
Das waren eigentlich mitunter meine Fragen, wie machen das andere Langzeitsegler? Nie hab ich davon was gelesen.
Bisher dachte ich immer, wir haben ein groÃ?es Boot, aber was in unmittelbarer Nähe an Riesencats steht, kann man sich fast nicht vorstellen. Deren Breite ist breiter als unsere Länge. Und zwei davon (Franzosen) starten auch im November – Dezember die Atlantiküberquerung. Wir werden uns sicher immer wieder über den Weg laufen. Der Wind hat seine vorhergesagte Stärke nicht erreicht, sondern bisher nur 7 – 8 Bft., soll aber während der Nacht noch etwas auffrischen bzw. soll es die nächsten zwei Tage regnen

AlmerimarbeiNacht.jpg

MarinaAlmerimar.jpg

Riesencats.jpg