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Logbuch der SY Shalimardue



November 2017
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Martinique “ Anse Martin

Wir verlassen nun schon zum zweiten Mal die sichere Ankerbucht von le Marin, diesmal allerdings nicht in suedlicher Richtung, sondern an der Westseite von Martinique entlang in die ca. 20 SM entfernte Anse Martin, ebenfalls eine beliebte Ankerbucht. Den sehr touristisch angehauchten Ort haben wir ja schon mit dem Leihwagen besucht und kennen gelernt.

img1_Ausfahrt le Martin.jpg

Mehr als eine halbe Stunde verfolgen wir gebannt dem Funkverkehr zwischen “Coaliton War Ship“ und einem unbenannten zweiten Boot auf Kanal 72 “ this is danger area, turn away now, I defend myself – I open fire now. Diese letzte Warnung hat der Funker einige Male ausgesprochen und auch dass er sich nun verteidigen muesse. Oscar, Oscar, Oscar – I open fire now, war das letzte, was wir hoerten. Wie dieses Funkgespraech zwischen dem Kriegsschiff und ? ausgegangen ist, haben wir noch nicht in Erfahrung bringen koennen.

Bereits vor dem Rock Diamond hat der Wind aufgefrischt und es herrscht eine grobe kabbelige See. Geschichtlich ist dieser Felsen interessant, war er doch vom 7.Jaenner des Jahres 1804 ca. 18 Monate lang unter englischer Herrschaft und wurde von der Queen zum „Schiff“ erklaert (His Mayesty`s Ship Diamant Rock). 110 Mann landeten hier und schleppten 5 Kanonen die steile Felswand hinauf. Sie bildeten die “Besatzung und Bewaffnung“ des Schiffes.. Erst als die Franzosen mehrere mit Rumfaessern beladene Boote zum Felsen treiben liessen, konnte kurz darauf der Felsen, dank dieser “Kriegslist“ leicht zurueckerobert werden. Hihi und hicks und Prost.

img2_Rock Diamond.jpg

Der Wind wird noch staerker und in den Boeen erreicht er schon satte 40 Knoten. Fliegendes Wasser und fliegende Fische. Unsere Genua ist schon auf Taschentuchgroesse gerefft. Die letzten sechs Meilen muessen wir gegenan motoren und nach kurzer Zeit heult der Steuerbordmotor auf “ Wassertemperatur ueberhitzt. Der Spuk dauert aber nur wenige Minuten, dann arbeiten wieder beide Motoren zu unserer Zufriedenheit und wir koennen uns wieder voll und ganz auf die vielen Plastikflaschen im Wasser konzentrieren, die als Bojen fuer Hummer- oder Langustenkoerbe ausgebracht und leider fast nicht sichtbar sind.

img3#

Wir haben unserem Beiboot und dem Motor ein neues Gewand verpasst. Die Sonne ist so stark, dass Boote ohne “Ueberzieher“ kein Jahr halten. Unseres hat auch schon sehr gelitten und strahlt nun in neuer Frische der Sonne entgegen.

img4_neues Gewand fuer Beiboot.jpg

img3_Anse Martin.jpg