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Logbuch der SY Shalimardue



Oktober 2017
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Paxos-Lefkas

Der versprochene Westwind setzte leider erst knapp vor dem Ziel ein und so legten wir die etwas mehr als 30 Seemeilen von Paxos, vorbei an Antipaxos, bis Lefkas unter Motor zurück. Wir ankern vor der Einfahrt nach Lefkas noch ca. 20 Minuten, da die Brücke nur zu jeder vollen Stunde zur Seite geschwenkt wird, um Boote durch zu lassen. Der 10 Meter breite Kanal von Lefkas trennt die Insel vom Festland. Wir gehen in die Marina und stellen fest, dass in der Backskiste unter den Batterien ca. 100 Liter Wasser fröhlich dahinplätschern. Nach dem „Fingereintunk-Abschlecktest“, einer von Michis sehr „beliebten“ Methode, steht fest: SüÃ?wasser!! Die Frage ist nur, WOHER?? Nachdem die ganze Backskiste geleert, die Sachen zum Trocknen am ganzen Schiff verteilt sind, finden wir das „Leck“. Die Entlüftungsleitung des Backbordwassertanks hat sich von seinem Auslassventil gelöst und hing herunter. Das erklärt auch den „Wassereinbruch“ vor ein paar Tagen im Motorraum. Es schwappte das Wasser in der Backskiste bei starkem Seegang einfach über und rann in den Motorraum. Der Abschlecktest ergab damals „SüÃ?wasser mit einem Hauch von Dieselgeschmack“. Der normale Geschmackssinn verweigert danach allerdings länger seinen Dienst und Michi kann nur Rot von WeiÃ?wein durch die Farbe unterscheiden (Bier geht auch noch).
Lefkas ist, unserer Literatur nach, eine der schönsten Inseln im ionischen Meer. Den Abend haben wir im lebhaften Altstadtgetümmel in einem typischen griechischen Lokal, „dem Leuchtturm“, mit einem noch typischeren griechischen Wirt, beendet.
Obwohl der Marinaangestellte heute früh nur die einfache Gebühr und nicht die für Cats übliche 1 1/2 bis sogar 2fache Liegeplatzgebühr verrechnet, (dies ist das erste Mal, dass ich mich über die Aussage „you have only a small cat“ freue), verlassen wir den Steg und verlegen uns zwischen Marina und Stadt Lefkas, wo schon einige andere Boote ankern. Vorher nütze ich noch das Wasser der Marina für einen weiteren GroÃ?waschtag, spanne Wäscheleinen wie die Spinne Thekla und nachdem alles aufgehängt ist, düsen wir mit dem bereits gestern Abend gemieteten Roller Richtung Landesinnere los, um die reizvolle Landschaft von oben zu genieÃ?en. Die Berge im Inselinneren ragen bis über 1000 m hoch und einige dieser Meter hat unseren gelben Flitzer ganz schön heiÃ? laufen lassen. Als Ausgleich hat dann beim Bergabfahren die Bremse zeitweilig den Geist vollkommen aufgegeben. Erst nach einer Abkühlphase griff die Hinterbremse langsam wieder. Mich faszinieren die riesigen Olivenhaine mit dem wunderschönen silbernen Schimmer und dazwischen ragen einige Zypressen gegen den Himmel empor. Man könnte zu einem Poeten werden. Auch haben wir von der Anhöhe aus wunderschöne Ausblicke auf die Inseln Sparti, Meganisi und nicht zu vergessen, Skorpios Island, im Besitz der Familie Onassis, wo Aristoteles Onassis mit seiner Jacky angeblich viel Zeit verbracht hat.

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