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Logbuch der SY Shalimardue



Dezember 2017
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Sizilien “ Kalabrien – Strasse von Messina

Sizilien waere sicher einen laengeren Aufenthalt wert. Bei uns heisst es trotzdem heute frueh am Morgen: Tagwache. Entlang der Kueste gibt es wieder viele Sehenswuerdigkeiten, welche gerade am Morgen in der aufgehenden Sonne wunderschoen angeleuchtet werden.

1_Festung nahe Porticello.jpg

2_Dom von Cefalu.jpg

Hat uns der Autopilot seit dem Sturm in Elba schon Schwierigkeiten gemacht, gibt er nun den Geist vollends auf. Durch den Windgenerator – der beim Sturm vor Begeisterung jaulte und dann verschied – hat er zuviel Strom abbekommen. Es folgen einige Telefonate mit der Firma Yachtelektronik Ober in Lustenau. Michi kann durch Herumprobieren unserem “Sir Henry“ (nach der Atlantikueberquerung geadelt) kurzfristig wieder ein wenig Leben einhauchen. Wir laufen momentan mit unserem alten Adeligen auf Grossschifffahrtsmodus – mit dauernder Ruderwache – alle 3 Minuten muessen wir einen Knopf druecken “ sonst herrscht nach 1 Minute optischen Alarm – Dauerpiepsen.

Unterwegs lesen wir von der Lagune und von der in Sizilien sehr bekannten Wallfahrtskirche „Santuari della Madonna Nera“ in Tinardi und beschliessen kurzfristig, in der Bucht unter dem Dom zu ankern. Vielleicht hilft“s dem Henry.

3_Santuari della Madonna Nera.jpg

Wir haben nun eine Schoenwetterperiode erwischt. Am Morgen und am Abend gibt es Wind, den wir natuerlich ausnutzen. Ansonsten sind wir als motorendes Segelboot unterwegs.

In der Strasse von Messina, welche Sizilien und Kalabrien “ sowie das Thyrrenische und das Ionische Meer trennt, herrscht eine beachtliche Stroemung. Mit leichtem Rueckenwind und unter Maschine haben wir heute nur ca. 1 ½ Knoten Strom gegen uns. Hier gehen auch viele Schwertfischfangschiffe auf Jagd.

4_Stroemung in der Strasse v Messina.jpg

5_Schwertfischfischer.jpg

In Scilla wollen wir tanken und einkaufen. Laut unserem Hafenhandbuch gibt“s dort eine Tankstelle. War eine super Handbuchente, weil keine Zapfsaeule weit und breit. Zu allem Ueberfluss verjagt uns die Kuestenwache noch von unserem Mittagsankerplatz direkt vor der malerischen Stadt. So haben wir eben in Reggio Calabria fuer die Ueberfahrt nach Griechenland getankt.

6_Festung von Scilla.jpg

In der Bucht vor dem Cap Pellaro, 5 Seemeilen suedlicher, gibt es einen schmalen, flachen Streifen “ fast am Ufer, bevor der Grund wieder auf bis zu 180 Meter Tiefe abfaellt. Hier geht Michi von Bord, um im nahe liegenden Carefour noch die wichtigsten Lebensmittel fuer die dreitaegige Ueberfahrt nach Griechenland einzukaufen, waehrend ich die Zeit zum Schreiben nutze. Das grosse Einkaufszentrum ist von uns nur durch die Eisenbahn getrennt, was nun? Es gibt einen kleinen Bachdurchlass, in dem nur wenig Wasser steht “ den Einkaufswagen geschultert und los geht“s. Als Michi vom Einkaufen zurueckkommt, erschreckt er ein aelteres Ehepaar, das gerade baden wollte und mit ihm und seinem Einkaufswagerl an diesem Ort gar nichts anfangen konnte.

7_nach dem Einkauf.jpg