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Logbuch der SY Shalimardue



November 2017
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Sizilien

29.7. Wir warten auf den überall angekündigten Starkwind, der dann doch nicht kommt und begeben uns erst am späten Nachmittag auf den Weg zu einer Stadtbesichtigung. Die wunderschöne Kirche auf einer Anhöhe verleitet uns zu einem ausgiebigen Spaziergang. Heute ist Sonntag und alles, aber auch wirklich alles ist zu. Verbarrikadiert – chiuso eben. Kein Geschäft, kein Lokal, nur der einzige Kirchenwirt macht sein Geschäft mit den wenigen Touristen, die sich vom Ausblick der Kirche hinunter aufs Meer hinauf gequält haben, nur um dort vor geschlossenem Kirchentor zu stehen. Ich lasse mich zu einer sizilianischen Spezialität (canneloni siciliana) verleiten, und ich bereue nichts. Gestern zahlten wir für den Liegeplatz statt 100 Euro „nur“ 80 Euro und heute statt 140 Euro „nur“ 80 Euro. Reden zahlt sich eben aus und seit der eine Marinaio von sich aus gesagt hat, small cat – small price – erwähne ich es auch immer. 30.7. Michi wartet in der Früh fast eine Stunde vergebens auf den neuesten Wetter- und Windbericht im bzw. vor dem Marinabüro. Der Chef ist verhindert und die Angestellten kennen das Passwort nicht, bzw. bekommen es von ihm nicht, um den Computer zu starten. Unser Nachbar Tom, der mit 2 Gästen auf Charter fährt, hat mit seinem Handy Internetzugang und hilft aus. Nachdem nichts Schlimmes in Sicht ist und der Barograph wieder langsam steigt, laufen wir aus. In der StraÃ?e von Messina gibt es extrem viel Fährverkehr und sehr starke Strömungen, je nach Tide. Wir motoren mit voller Besegelung mit sieben Knoten Geschwindigkeit – leider gegen den Strom, der anfangs mit 1, dann 2, 3, 4 und schlussendlich 5 Knoten gegen uns steht. Wir wissen, dass ab 10.30 Uhr der stärkste Strom mit 5 Knoten Richtung SÃ?DEN setzt und wollen dem zuvorkommen, was auch gelingt. Wir kommen gerade noch so durch. Es gibt hier sehr gefährliche Strömungen und Verwirbelungen, die auch auf den Detailkarten ersichtlich sind. Unser „Freund“ Odysseus soll sich ja auch schon hier herumgetrieben haben und mit der Charybdis seine Erfahrungen gemacht haben. Sie ist der stärkste Strudel bei der Einfahrt in die StraÃ?e von Norden an der Steuerbordseite und wird von den Einheimischen mit „Bastardi“ bezeichnet, was eine Ã?bersetzung unnötig macht. Auch auÃ?erhalb der Einfahrt der StraÃ?e von Messina ist noch lange der starke Strom zu spüren. (Wir haben heute abend Vollmond!) Heute abend, bei eben diesem Vollmond, wird die letzte Portion Thunfisch verspeist: bis jetzt jeweils für 2 Personen: 3 x roher Fisch (Sushi) mit Wasabipaste und Soyasauce kurz gegrilltes Thunfischsteak mit Knoblauch und Zitrone und Tomatensalat Spaghetti mit Tonno, asiatischen Gewürzen, Tomatenstücke, Zwiebel und Knoblauch Thunfischfilets in Ingwer- Rumsauce Risotto mit Thunfischstücken und Kurkuma Zurzeit befinden wir uns auf den Weg nach Vulcano, einer der eolischen Inseln. Fischen ist auch wieder angesagt, aber noch nicht gleich und nicht heute.