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Logbuch der SY Shalimardue



Oktober 2017
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Tyrrhenisches Meer – Ionisches Meer

Kein Wunder, dass dieser schmale seichte Streifen, den wir gestern als “Rastplatz“ gewaehlt haben, nicht als Ankerplatz eingezeichnet ist. Als Verproviantierungsplatz waere er Weltklasse “ vom Bachdurchlass ins Einkaufsparadies. Uns schaukeln die Wellen und der viele Faehrverkehr der Strasse von Messina so heftig, dass wir um 01.30 Uhr beschliessen, es reicht, wir fahren jetzt los.

In der Nacht begegnen wir vielen kleinen Fischerbooten. Meist sind sie gar nicht oder nur schlecht beleuchtet. Aber Fische muss es genuegend geben, sonst waeren nicht so viele ausgerueckt “ oder ist es das Wochenende?

1_Fischer.jpg

Im Laufe des Tages kommen immer wieder Delfine zu unserem Schiff und erfreuen uns mit ihren Spruengen und dem Dahingleiten im glasklaren und ganz ruhigen Wasser. Gut fuer das Fotografieren, schlecht fuer unsere Dieselvorraete.

2_Delfine im Ionischen.jpg

Unser Frischfischbestand ist bereits zur Neige gegangen und daher duerfen die Angeln wieder ausgebracht werden. Kurze Zeit spaeter “klingelt“ es bei beiden Stangen gleichzeitig. Ein Tonno kann sich jedoch wieder vom Haken loesen und zischt ab. Den zweiten bitten wir an Bord, um ihn mit unserer Willkommenskeule zu begruessen. Diesmal schneiden wir grosszuegig nur die Filets heraus.

3_und wieder ein schoener Tonno.jpg

Waehrend meiner Freiwache “ kurz vor 06.00 Uhr frueh am naechsten Tag “ ruft mich mein Skipper, damit ich den Kaescher bereithalte. Wieder kommt ein schoener Tunfisch an Bord. Da wir noch einen ganzen Tag und eine weitere Nacht am offenen Wasser verbringen, muss der zweite Kuehlschrank aktiviert werden.

4_Fisch bereits gefangen.jpg

5_Fischer_.jpg

70 Seemeilen von Lefkas und 184 Seemeilen von der Strasse von Messina entfernt “ besuchen uns zwei beringte Tauben – wo kommen sie her und wo wollen sie hin? Eine bleibt, anscheinend ist sie leicht verletzt. Wir kommen uns vor wie eine kleine Arche Noah, gebetene und ungebetene Gaeste an Bord der Shalimardue: unser kleiner fotoscheuer Gecko namens Sigu (das heisst: der Pfeil “ auf Kuna-indianisch – den wir schon seit Venezuela an Bord haben) und noch einige sehr beissfreudige Gelsen und seltsame Muecken mit gruenen Augen, zwei Tonnos, zwei Brieftauben, einen durstigen Schmetterling – allerdings sind wir bisher von Ratten und Kakerlaken verschont geblieben.

6_Brieftauben auf Besuch.jpg

7_durstige Taube.jpg

8_ein ebenfalls durstiger Schmetterling.jpg