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Logbuch der SY Shalimardue



November 2017
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Ã?berfahrt Gibraltar auf die Kanarischen Inseln

04.09. Eigentlich wollten wir heute um 08.00 Uhr früh los, aber bei der gestrigen Motorkontrolle hat der Skipper eine Korrosion beim Auspuff gesehen und beim Ausbau entdeckt, dass der Krümmer durchgerostet und in zwei Teile gebrochen ist. Das heiÃ?t, alles ausgebaut, behelfsmäÃ?ig einen Teil wieder eingebaut und auch noch die Dichtung getauscht. Heute um 11.00 Uhr ist alles wieder zusammen gebaut, ich habe in der Zwischenzeit die Marinagebühr bezahlt, den Strom abgesteckt und nach dem Tanken geht es dann tatsächlich rasch los. Wir haben sehr viele verschiedene Meinungen zum Thema – Querung der StraÃ?e von Gibraltar gehört bzw. gelesen – der einzige, auf den wir uns diesmal verlassen, auÃ?er auf die notwendige Lektüre, ist Peter vom Sheppards Marinegeschäft. Er kennt „sein Revier“ und empfiehlt, bei den derzeitigen Tiden (Halbmond), rechtzeitig loszusegeln, um den Fischern vor Marokko bei Nacht nicht in die Quere zu kommen. Wir kommen relativ gut, ohne allzu viel Gegenstrom (nur 0,2 bis maximal 3 Knoten) mit Motor plus Segelunterstützung auf die afrikanische Seite. Es herrscht reger Frachter- und Fährverkehr, aber sobald man auÃ?erhalb des Schiffsverkehrstrennungsgebietes ist, braucht man sich nur mehr auf die vielen, vielen kleinen Fischerboote mit den ausgelegten Netzen konzentrieren. Es ist gut, dass es nicht Nacht ist. Am späten Nachmittag fahren wir an Tanger vorbei und ich wünsche mir, bald in wärmere Gefilde zu kommen, denn ich könnte Handschuhe vertragen, bei dieser Kälte. Es ist 20 Grad kalt (warm), aber der Wind – obwohl achterlich – macht die Luft zu kalt für mich. Gute zwei Stunden segeln wir (zeitweise über 10 Knoten Geschwindigkeit) mit dem Parasail (ähnlich Spinnaker), aber dann legt der Wind noch zu und wir bekommen ihn nur mit einiger Mühe wieder herunter. Danach bis in die Morgenstunden mit der Genua bei stark nachlassendem Wind, immer wieder in Nähe von Scampifischerbooten, die nie ihren Kurs beibehalten und mich immer wieder zu „unnötigen“ Segelmanövern verleiten. Während der Wache von Michi regnet es sogar ein wenig. In den ersten 24 Stunden haben wir von ca. 720 Seemeilen „bereits“ 127 Seemeilen zurückgelegt. 05.09. Der heutige Tag ist bisher sehr ruhig verlaufen, der Himmel ist stark bewölkt und es wehen nur die angekündigten 5 Knoten Wind.