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Logbuch der SY Shalimardue



November 2017
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Venedig – Ancona

Um 14 Uhr haben wir die Pomündung erreicht, was man vor allem auch am schmutzig-braunen Wasser erkennen kann. Bewölkung breitet sich von Westen her aus. Die ersten Bohrtürme sind am frühen Abend zu sehen. Der Wetterbericht für Ã?sterreich verspricht eine Abkühlung von 34 auf 15 Grad und auch der Seewetterbericht für unser Gebiet sagt eine Kaltfront von Frankreich ausgehend bis nach Nordafrika voraus. Um 20 Uhr beginnt meine Nachtwache. 44°21’59 N u 13°01’36 E. Viel Holz, nicht vor der Hütte, sondern im Wasser. Ganze Baumstämme bieten Möwen einen Rastplatz ca. 30 Seemeilen entfernt vom Festland. Der SE Wind hält an und es baut sich eine Welle auf, gegen die wir gegenan stampfen. Um 02.30 früh, ich träume unter einem klaren Sternenhimmel, jault plötzlich der Steuerbordmotor wegen Ã?berhitzung (bzw. Wasser) auf. Muss halt bis zum Morgen der Backbordmotor herhalten. Ein Bergeschiff mit einem riesigen Kran befindet sich auf Kollisionskurs mit uns. Unser Techmarine Kartenblotter mit AIS (automatic identification system) zeigt mir nicht nur, wo ich mich befinde, sondern auch, welche Schiffe (über 30 Meter) sich im Umkreis aufhalten, wie sie heiÃ?en, welchen Kurs sie halten, bei welcher Geschwindigkeit, ob und wann wir uns treffen würden, bei Beibehaltung unserer Kurse. Und auf unserem Radargerät kann ich auch die kleinen Schiffe erkennen. Was haben die alten Seefahrer früher gemacht – wahrscheinlich sind sie nicht in der Nacht gefahren. Unser Etmal beträgt um 07.30 Uhr 110 Seemeilen. Für kurze Zeit weht der SE mit 3 Bft. und wir können segeln ohne Motorunterstützung. Leider geht der Wind auf 1-2 Bft. zurück und wir beschlieÃ?en, Ancona bzw. den Nachbarort Numana anzulaufen.

Sonnenuntergang nahe der Pomündung .jpg