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Logbuch der SY Shalimardue



Oktober 2017
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Vulcano

Gestern abend haben wir uns am Farbenspiel der Insellandschaft von Vulcano vom Sonnenlicht, Sonnenuntergang und Vollmond erfreuen können. Wie bei einem Scherenschnitt zeichneten sich die Besucher an der Kraterspitze ab.
Und heute früh hat mich Michi doch überreden können, den Vulkan zu besteigen und den Krater zu besichtigen. Obwohl – oder vielleicht gerade deswegen, dass er 1890 das letzte Mal ausgebrochen ist – ich habe nicht das beste Gefühl. Nicht die 400 Höhenmeter, die sehr steil hinaufführen, schrecken mich ab, sondern einfach die Angst vor Kraterspalten, (als wenn Maria einen Krater spalten könnte – hihih) in denen ich verschwinden könnte. (Ã?“ngste gibt es ….) Ich beobachte von der Meereshöhe aus, wie gelber Rauch aus vielen Löchern herausqualmt. Aber meine bekannte Neugierde lässt mich nicht im Stich und so komme ich in den „Genuss“, zuerst auf körnigem weichem Sand – zwei Schritte vor und einen zurück, dann auf Lös bis zum Kraterrand zu kommen und mich vom Schauspiel der rauchenden Schwefelritzen begeistern zu lassen. Allerdings der Geruch – der lässt zu wünschen übrig. Er erinnert uns beide an die Kuren, die wir in Bad Schallerbach verbrachten oder an faule Eier oder an einen geheimen Eintritt in die Hölle. Die unwirkliche Landschaft erinnert an Fotos vom Mond oder Mars. Verschiedene Gesteine wechseln sich ab, ebenso die Farben von rot bis gelb und weiÃ?. Und nicht zu vergessen, die Aussicht. Einfach traumhaft. Interessante Steinformationen, Buchten, grüne und blühende Vegetation, die Nachbarinsel Lipari und natürlich der Blick in den riesigen Krater hinein bzw. hinunter. Der Abstieg war nicht weniger anstrengend für Hüfte und Knie und so haben wir sofort unsere glühenden FüÃ?e im heiÃ?en Schwefelbad „abgekühlt“. Da es viel Fährverkehr vom Festland und den anderen Inseln hier auf Vulcano gibt, gibt es auch dementsprechenden Schwell. Eine dieser Fähren ist dann wahrscheinlich mit einem besonderen Affenzahn an den Fähranleger gefahren und hat unser Beiboot, das wir „weit genug“ von der Brandung weg hinaufgezogen haben, doch noch voll erwischt und fast umgedreht. Wir sind gerade voll bepackt vom „shopping“ im supermercato zurück und haben das Malheur gesehen. Es ist nicht viel passiert, nur der Stoppel für die Lenzöffnung bleibt als „Gastgeschenk“ auf der Insel. Er war unauffindbar.

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