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Logbuch der SY Shalimardue



November 2017
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Wartezeit in Santa Cruz leider verlaengert

Jetzt haben wir alles fertig, alles bestens verstaut, heute Nacht schlecht geschlafen “ da sich die Aufregung doch nicht ganz leugnen laesst “ und nun…

Schon waehrend der Nacht merken wir, dass die Wellen seitlich ans Schiff klatschen und das bedeutet Suedwind und der bringt Regen. Am fruehen Morgen nimm ich die erste Stugeron (gegen die Geisel der Seefahrt, der Seekrankheit), wir nehmen die Papiere, um beim Hafenmeister auszuklarieren. Aber dann erwischt uns unterwegs der erste heftige Regenguss und wir beschliessen, doch noch im Internetcafe die aktuellen Wetterseiten aufzurufen. Sicher ist sicher.

Sche...wetter.jpg

Sch__wetter.jpg

Auf drei verschiedenen Seiten wird Suedwind mit Spitzen um die 70 kmh fuer die naechsten beiden Tage vorausgesagt. Die Wetterseite, die wir bisher immer beobachtet haben, zeigt zwar den gesamten Atlantik. Fuer Teneriffa ist nur leichter Ostwind angesagt “ wie schon die Tage zuvor. Aber ganz egal, was die Wetterseite sagt, das Wetter direkt vor Ort spricht eine eigene Sprache. Starker Suedwind und immer wieder heftige und reichliche Regenguesse geben unserer Entscheidung, zu warten, recht. Weil – einmal losgesegelt – koennen wir gegen das Wettergeschehen ja eh nix tun, aber in so ein Wetter (Wind und Welle gegenan) bewusst hinein zu fahren (wenn man wie wir Freizeitmillionaer ist), ist eine andere Sache.

Seefahrer sind ein sehr aberglaeubisches Volk: an einem Freitag solle man nicht auslaufen, aber schon gar nicht an einem Freitag, den 13. Heute ist der 13., aber da dies meine Glueckszahl darstellt, waeren wir heute auch gerne ausgelaufen. Soll halt nicht sein. So heisst es auf jeden Fall bis fruehestens Samstag zu warten. In der Zwischenzeit vervollstaendige ich meine Bestandslisten am Computer oder mach sonst was Nuetzliches.
Mein Skipper steht im stroemenden Regen (natuerlich ohne Schirm) und ratscht mit anderen Crews, alle wild gestikulierend und in alle Himmelsrichtungen zeigend. Anscheinend geht’s auch da um das beschâ?¦. Wetter! Jetzt beginnt es auch noch zu blitzen und zu donnern “ super! Aber fuer Mitte Dezember mit 23 Grad doch noch ein “schoener Tag“. Irgendetwas Positives soll schon sein.

Ein paar Gedanken von einem waschelnassen “Stegsegler“!!
Wenn man laengere Zeit in einer Grossstadt wie hier gewesen ist, begegnet man vielen “Bekannten“, bzw. jenen, die fast so ausschauen. Ich hab schon viele Doppelgaenger gesehen. Gesten sogar meinen eigenen Sohn, der auf einem anderen Tisch Mittagspause machte. Fast alle unsere Bekannten sind uns schon untergekommen. Klausimausi war in einem Elektrogeschaeft, ich bin extra deshalb zurueckgegangen… den Karl-Peter hab ich in einem Zigarrenladen gesichtet (obwohl er zu rauchen aufgehoert hat) und die Brigitta beim Shoppen. Sogar zweimal ist uns der Willi vom Rosenhuegelweg ueber den Weg geflitzt, nur die Patrizia hab ich leider, leider noch nicht gesehen. Sie wird wahrscheinlich in Geschaeften zu finden sein, die ich eigentlich kaum besuche â?¦ oder sie ist einfach ein besonderes Unikat (hihi). Gerne haette ich auch unsere Inge gesehen “ aber wir waren leider nur einen einzigen Tag ueber 2500 m!

Und so werden wir uns “ nachdem wirklich alle Arbeiten bereits erledigt sind “ auf einen kleinen Umtrunk in ein nettes Einheimischenbeiserl (aehnlich denen in Grado) begeben und unsere Verzoegerung mit einem Glas Rotwein bedauern, aber erst, wenn es aufhoert zu schuetten.

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