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Logbuch der SY Shalimardue



Oktober 2017
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wir sind wieder am Schiff

07.11.07 – la Graciosa
Nach aufregenden 6 Wochen, die in erster Linie von Treffen mit Verwandten und Freunden in Villach, Italien und Wien gekennzeichnet waren, sowie einigen herzlichen “Prinzessinnentreffs“ gab es noch gewaltige Aufregung, weil Michi von seinem ersten Enkel RAPHAEL zum gluecklichen Grossvater befoerdert wurde. “Wir sind Grossvater“ war das gefluegelte Wort fuer naechsten Tage. Einige Tage zu frueh aber eben rechtzeitig, so dass wir IHN auf diesem feuchten Planeten noch begruessen durften. Freude, Freude, Freude.
Nach einer vorausgehenden ausgiebigen Interneteinkaufstour mit dementsprechenden Ergebnissen, Packorgien, Verabschiedungen und einige Traenen sind wir dann los. Gestern in der Nacht, voll bepackt wie die Esel, sind wir zuerst mit dem Zug von Villach nach Salzburg, von dort weiter mit dem Flieger nach Nuernberg und gegen 14 Uhr in Lanzarote hatten wir wieder festen Boden unter den Fuessen. Zu erwaehnen waere noch, dass wir am Flughafen in Nuernberg die ungeteilte Aufmerksamkeit aller Fluggaeste auf uns gerichtet sahen. Im Bus kam eine Durchsage mit folgendem Text: Der Passagier, dem das Gepaeckstueck welches vor dem Flugzeug liegt, gehoert moechte sich melden, die anderen Fluggaestee werden aufgefordert, dieses nicht zu beruehren! Es war unser „kleiner Rucksack mit 27 kg Gewicht“ der eine gewisse Aufmerksamkeit der Sicherheitsstaffel hervorgerufen hatte. (Alles Eisenteile fuer den Motor und diverse “leichte“ Buecher). Mit 15 Minuten Verspaetung ging es dann “ endlich – weiter. Unser Faehrboot von Lanzarote (Orzola nach la Graciosa) waere erst um 17 Uhr abgefahren, aber Michi, das Organisationstalent, hat nach knapp 10 Minuten schon eine Mitfahrgelegenheit auf einem Taxiboot mit einigen Einheimischen ausgemacht. Mit 44 Knoten (ca. 80 KmH) ging es in kuerzester Zeit zu unserem Schiff, wo wir direkt am Steg unser Gepaeck (eine Waschmaschine, eine Nespresso-Kaffeemaschine, den Laptop, viel Schiffszubehoer und ganz wenig persoenliche Kleinigkeiten) abladen konnten. Obwohl mehr als 35 kg Uebergepaeck haben wir keinen Zuschlag im Flieger bezahlen muessen.
Unsere Shalimardue hat unsere Abwesenheit ohne Schaeden oder Maengel ueberstanden. Ausser einer dicken Schicht roten Wuestensandes zu entfernen und die fehlerhaften Motorteile auszutauschen, stehen vor unserer Fahrt nach Teneriffa nur noch kleine Wartungsarbeiten bevor. Denn saemtliche Ueberpruefungen unseres Schiffes werden dann in der Marina Santa Cruz vor der Atlantikueberquerung vorgenommen.
Hier in diesem kleinen Ort von la Graciosa ist schon Ruhe eingekehrt. Nicht nur, dass sich fast keine Touristen auf den sandigen Strassen zeigen, sondern hauptsaechlich junge Maenner mit ihren Surf- und Wellenbrettern die Gunst des Starkwindes nutzen, hatten auch von den vier Lokalen gestern drei geschlossen und im einzig geoeffneten gab es angeblich ab 18 Uhr warme Kueche. Wir wollten aber nicht so lange bleiben, daher haben wir am Schiff eine Rico-Cilliwurst geschlachtet und sind gleich darauf ins Bett gefallen. Die Nacht davor haben wir mehr oder weniger durchgemacht.