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Logbuch der SY Shalimardue



Oktober 2018
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Slowenien – Vintgar-Klamm und Bled am See

Heute unternehmen wir einen Familienausflug nach Slowenien. Michi kennt die Vintgar-Klamm nahe Bled schon seit langer Zeit. Im Jahr 1893 wurde die Schlucht für die Öffentlichkeit eröffnet. Am Kassenhäuschen zahlen wir eine Gebühr und starten die 1,6 km lange Tour. Über einen Steg überqueren wir die Radovna und sind begeistert von der Intensität der Farben. Es geht durch enge Schluchten und wir genießen das smaragdgrüne und zugleich glasklare Wasser.
An kleineren Wasserfällen und einigen Stromschnellen vorbei kommen wir zu den unzähligen Steinmännchen, wo Raphael und Paul auch ein neues aufbauen. Am Schluchtende gibt es einen 16 m hohen Wasserfall, der als höchster Wasserfall Sloweniens gilt.
Die Flora in der Klamm unterscheidet sich aufgrund der klimatischen Verhältnisse der Klamm von den Pflanzen der umliegenden Region. Im glasklarem Wasser des donnernden Alpenflusses Radovna sausen viele Forellen umher. Das Angeln ist in diesem Bereich aber nicht mehr gestattet. Eine Wasseramsel hab ich noch nie gesehen. Sie lebt entlang von schnell fließenden klaren Gewässern und ernährt sich von Wasserinsekten, die sie vor allem tauchend erbeutet. Mir ist kein Foto gelungen, sie war mir zu schnell unter dem Wasser. Dank Michi gibt es ein Foto.
Zwischen 1901 und 1906 ließ der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand die eingleisige Bahnverbindung von Wien bis ins italienischen Triest bauen. Eine der schönsten Abschnitte der Strecke ist die Fahrt über die Vintgar Schlucht, die über die eine große steinerne Brücke führt, die man heute noch (beim Wasserfalls Sum) bei der Wanderung entlang des Klammweges bewundern kann.
Anschließend geht es ins benachbarte Bled. Auf einem steil aufragenden Felsen thront die Burg von Bled über dem See. Im See befindet sich die kleine Insel Bled mit der bekannten Marienkirche. Die Überfahrt zur Insel wird meist in einem traditionellen Holzboot angeboten. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal mit einer Rudertour über den See.
Auf der Suche nach einem geeigneten Futterplatz für die ganze Familie - mit den einzelnen speziellen Vorlieben - irren wir hungernd durch die Gegend. Ein Lokal bietet außer großer Fleischplatte nichts Erregendes für den Magen. Rascher Lokalwechsel mit knurrendem Magen. In einer ehemaligen Bahnhofswirtschaft auf dem Weg nach Bohinj werden wir fündig – teilweise. Die Kellnerin/Chefin/Köchin/Bahnhofsvorsteherin (alles in einer Person) rettet uns vorerst. Der Weg zum Wocheinersee (Bohinjsko jezero) ist leider gesperrt. Also zurück nach Bled zur bekannten Cremeschnitte.
Wir spazieren mit vielen, vielen anderen Besuchern an der Uferpromenade des Sees entlang und genießen zu einem Kaffee die berühmte Bleder Cremeschnitte, die das gleiche Geburtsjahr wie Michi hat. Zum Glück ist sie aber frisch und von heute. Die Spatzen lassen sich ebenfalls verwöhnen. Dazu gibt es Musik vom Feinsten.

eingetragen am 20. Oktober 2018