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Logbuch der SY Shalimardue



Dezember 2018
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Marktbesuch statt Ätna Rundfahrt

Knapp nach Mitternacht werden wir von einem Gewitter mit Blitz und Donner und leichtem Hagel geweckt. So einen Lärm hat es in unserem Schneck noch nie gegeben. Es dauert recht lange. Am frühen Morgen strahlt wieder die Sonne vom Himmel. Wir haben heute als Plan A eine Ätna Rundfahrt geplant. Trotzdem kommt Plan B/2-a zum Zug, da in Kürze wieder Regen und Wolken und Wind angesagt sind - der Besuch des „Fetzenmarktes“.

Die Ramsch Läden sind entlang eines 1 km langen Weges beidseitig aufgebaut. Es gibt absolut nichts, was ich haben oder brauchen könnte. Auch bei „Bares für Rares“ könnte man kein einziges Stück, das wir hier sehen, verhökern. Trotzdem gehen wir bis zum Ende des Marktes, da wir ja auch auf einen Obst- Gemüse- und Fischmarkt hoffen.

Wir werden fündig. Drei Einkaufstaschen schleppen wir heim. Mandarinen, Orangen, und Käse, Käse, Käse und Datteln – die großen. Es gibt alles außer frischen Fisch. Auch frisch gepflückte Dezemberschwammerln sind im gut sortierten Angebot.

Am Rückweg vom Markt entdecken wir noch eine riesige Avocadoplantage, sowie viele Orangen- und Zitronenbäume. Wir wissen nun, dass Avocados in Sizilien im Winter reifen. Wir stellen die Taschen im Schneck ab und es beginnt zu schütten.

Zum späten Mittagessen fahren wir in eine der Nachbarortschaften. In das Lokal „Mare Kambo“ in Fiumefreddo di Sicilia. An dem Schloss der Sklaven kommen wir ohne Fotopause leider nicht vorbei. Wie immer ist es leider geschlossen. Die beiden „Sklaven“, eigentlich gefangene Piraten, warten versteinert im Turm auf die baldige Befreiung durch ihre Freibeuter Kollegen – umsonst, wie die Sage erzählt. Auch wurde hier ein Teil des Films „Der Pate“ gedreht. Es ist nur geöffnet, wenn heiratswütige Pärchen hier für sich und ihre Gäste ein Abendessen organisieren.

Nach einem Gratis Aperitif und einem Gruß aus der Küche essen wir zu viert eine Vorspeise des Hauses (für 2 Personen). Es folgen drei verschiedene Pasta Gerichte und ein Risotto. Ein Mandellikör wird ebenfalls auf Kosten des Hauses serviert. Alles schmeckt hervorragend und wir sind wie immer in diesem Lokal zufrieden. Die Speisen und das Service sind perfekt. Für Leute, die sich mitten in der Diät befinden, bedingt zu empfehlen.

Am Heimweg – mehr als gesättigt – machen wir noch einen Abstecher zum „Castello San Marco“, welches heute ein Charming Hotel ist. Leider ist es heute geschlossen. Ich läute und erkläre der angenehmen Stimme aus dem Lautsprecher, dass wir nur einige Fotos von diesem wunderschönen Gebäude samt Umgebung machen möchten. Wir dürfen rein, werden freundlich von den beiden Wachhunden begrüßt und beschnüffelt und dürfen fotografieren. Die Verkehrstafel (in der Mitte) zeigt an, dass im Falle eines Vulkanausbruches unbedingt eine Geschwindigkeit von 20 kmh eingehalten werden muss und dass wegen des Vulkansandes auf der Fahrbahn ein Fahrverbot für Fahrräder und Motorräder in Kraft tritt.

eingetragen am 15. Dezember 2018