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Logbuch der SY Shalimardue

April 2021
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Heidnischer Opferstein in Reifnitz und Seental Keutschach

Das Wetter ist heute nicht besonders – ohne jeden Sonnenschein und eiskalt – aber wir haben interessanterweise Lust zu opfern. Eine etwas ungewohnte Lust für uns, daher wollen wir den Opferstein in Reifnitz aufsuchen. Der einzige Opferstein weit und breit. Die Empfehlung kam vom Sohnemann Paul. Der Opferstein ist eine alte heidnische Kultstätte in verborgener, schwer zugänglicher Lage (lt. Beschreibung).

An den alten Kultstätten wurden den Göttern Opfergaben, d.h. Menschen und Tiere geopfert, um die Götter gütlich zu stimmen oder ihnen zu danken. In der Oberseite des Steines wurde eine 15 cm tiefe Opferschale mit einem 95 cm Durchmesser gemeißelt, die ein Fassungsvermögen von 80 Liter besitzt. Zum Rand der Stirnfront führt ein eingemeißelter Kanal – die Blutrinne. Ich opfere eine paar Kröten (Geldstücke) - als „Pseudo-Tieropfer“, da wir heute kein einziges Tier finden konnten, das uns bis hierher freiwillig begleitet hätte. Wir verweilen lange an dem alten Kultplatz – nicht aus Andacht, wir wollten erst wieder zu Atem kommen, um den Rückweg anzutreten.

Anschließend fahren wir ins Seental. Erst zum Moorturm am Keutschachersee., wo es auch eine tolle Aussicht gibt. Im Moor treiben sich in den Sommermonaten angeblich Wasserbüffel herum – d.h. das Moor wird auf diese Weise bewirtschaftet. Wo allerdings der Mozzarella gemacht wird, bleibt für uns ein Geheimnis, das wir noch zu lüften gedenken.

Es geht zurück zum Obiltschnigteich, in dem eine große Menge großer Karpfen im Rudel herumschwimmen (sogar ein oranger und ein fast weißer). Hier leben anscheinend auch einige Biber, die viele Bäume am Wasser zum Umstürzen gebracht haben.

Am Schlossteich – kurz vor Keutschach - holen wir uns beim Cafe einen Coffee to go.

Danach treibt es unseren Wanderführer (Michi) weiter zum Zauberwald am Rauschele-See. Ein wunderbarer Platz – speziell für Kinder und natürlich auch für uns Erwachsene. Im Familienparadies Reichenhauser genehmigen wir uns nochmals einen Cappuccino, um etwas Geld in die Gegend zu bringen.

Danach spazieren wir weiter zum Bassgeigen-See. Vorbei an vielen, vielen Schneeglöckchen mitten im Schnee. Erst am Ende des Sees gibt es einen kleinen Zugang – mit Blick auf den See. Direkt beim Zufluss.

Auf der Heimfahrt sehen wir neben dem Wörthersee noch einige Wildtiere, die sich nur kurz fotografieren lassen, bevor sie pfeilschnell in den Wald abhauen. Dabei wollten wir sie jetzt nur fotografieren – nicht opfern, das war am Vormittag.

eingetragen am 7. April 2021