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Logbuch der SY Shalimardue

Februar 2019
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Privat

Statt Steinsalz-Bergwerk in Realmonte – Plan B

Heute wollen wir das Steinsalz-Bergwerk in Realmonte besichtigen. Was den Besuch des Bergwerkes so besonders macht, ist der Salzdom, eine einzigartige Kirche. Michi schaut noch in der Früh wegen den Öffnungszeiten auf Google nach und da steht – geöffnet. So düsen wir sofort los. Vor Ort erfahren wir von einem unbestechlichen Wächter, dass diese Sehenswürdigkeit privat ist und nur mehr nach telefonischer Vereinbarung für Gruppen ab 30 Personen zugänglich ist.
Der Wächter wollte sich billig herausreden - dass gerade fest gearbeitet wird – was uns ja nicht gestört hätte. Trotzdem „Nada“. Im Bergwerk selbst wird hervorragendes Küchensalz und andere kaliumhaltige Salze abgebaut. Jetzt kommt Plan B – wir wollen die drei Tempel von Agrigento besichtigen. Zuerst kommen wir aber an der „Scala dei turchi“ vorbei. Heute von der anderen Seite. Wir genießen die Aussicht.
Bei der „Villa Romana“ - die leider nicht mehr zugänglich ist, fotografiere ich durch verschiedenste Zaunöffnungen und erfreue mich trotzdem an den historischen Resten.
Michi hat irgendwo gelesen oder erfahren, dass in Empedocle unser Lieblingskommissar Montalbano in einer Statue verewigt wurde. Der Ort heißt im Film „Vigata“ und wir haben schon viele, wenn nicht alle Filme gesehen. Leider erkennen wir den Commissario nicht und erfahren erst im Gespräch mit einem Einheimischen, dass der Autor Camilleri einen Kommissar mit dem Aussehen dieser Statue beim Schreiben vor sich hatte. Letztendlich ist es dann doch der Schauspieler Luca Zingaretti geworden.
Unser „Mopale“ stellen wir vor diesem einheimisch aussehenden Ristorante „Cu mangia fa muddrichi“ ab und beschließen kurzfristig, nicht das Fischmenü von Montalbano zu essen, sondern einfach eine Vorspeise (für Michi) und für mich eine Orate in der Pfanne mit bester Sauce aus Tomaten, Kapern, Oliven – einfach himmlisch. Selten so gut und günstig gespeist. Der Name des Lokales "Cu mangia fa muddrichi" bedeutet auf deutsch - "wer isst, macht Brösel". Haben wir vorher nicht gewusst.
Da es schon relativ spät geworden ist, verschieben wir den Besuch der Tempel auf morgen (oder auch nicht) und fotografieren sie von der Straße aus. Im Vordergrund immer wieder gelbe Blumen oder weiße Mandelbäume.
Den Esculapio-Tempel, vermutlich den Tempel der Hausärzte, besuchen wir sicher nicht, er ist nur ein schöner Vordergrund für die Stadt Agrigento dahinter. Blumenfotos hätte ich noch bis zum „Gehtnichtmehr“.

eingetragen am 18. Februar 2019