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Logbuch der SY Shalimardue



Januar 2019
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Privat

Blutmond – Strandspaziergänge – Abspachteln im Schneck

Die totale Mondfinsternis und der Blutmond sind bereits Geschichte. Michi wird rechtzeitig munter (ohne Wecker) und pirscht sich mit der Kamera ins Freie. Ich schlafe hervorragend und bekomme nichts mit. Am Morgen erzählt er mir dann: „Zuerst war er schön, der Mond. Dann ist langsam der Erdschatten gekommen. Dann ist der Wolkenschatten gekommen. Dann ist der Regen gekommen - und wie. Dann bin ich wieder schlafen gegangen.“ Vielleicht bin ich ja 2028 eine Frühaufsteherin.
Dafür gehe ich gerne spazieren. Ich versuche eine Regenpause zu nützen, um vor dem schon ankommenden Regenschauer noch ein paar Zeilen in den Sand zu schreiben. Zwei Mal wird meine Schrift von den Wellen überspült und ich muss immer wieder neu schreiben. „Bella Sicilia – ma brutto tempo“ - wunderschönes Sizilien, aber schlechtes Wetter. Kurz darauf schüttet es und ich komme „waschelnass“ im Schneck an.
Auch heute früh schüttet es, in der Nacht so stark, dass Michi gedacht hat, irgendjemand schüttet groben Sand auf unser Wohnmobil. Wir nützen aber dann die Wetterbesserung und spazieren los. In einer Halle werden Tomaten zum Transport vorbereitet. Ich frage, ob ich Fotos machen darf. Selbstverständlich. Der Chef will mir dann eine ganze Kiste mit leicht beschädigten „Cuore di bue“ (Ochsenherztomaten) schenken. Wie soll ich die zum Campingplatz bringen? Michi ist schon weiter gegangen. So bin ich mehr als zufrieden, als die Angestellte mir mindestens 10 Riesentomaten in Plastik einwickelt. Leider ist damit unser Spaziergang beendet und wir müssen umkehren.
Am Strand schlendern wir zurück. Da die Wellen wieder stark ans Land donnern, sind auch wieder viele Quallen (klein und nicht giftig) angespült am Strand zu sehen. Aber auch die Eier der Wellhornschnecke und ein Ei eines Rochens erfreut die aufmerksame Kamerafrau.
Wir machen einen Zwischenstopp bei Helga und Peppo und werden mit einem Spritz Aperol verwöhnt. Ein paar Tomaten wechseln die Besitzer. Weiter wandern wir zu unseren Nachbarn Herta und Gerhard, die gerade beim Essen sind. Eine Art Puntsch und ein getoastetes Baguette mit vielem köstlichen Allerei für uns von ihnen – ein paar Tomaten von uns. Danach schleppen wir uns zurück zu unserem Schneck, wo unser Mittagessen schon wartet. Im Fryer mache ich wieder mal köstliche Hühnerhaxn und vorher einen schönen bunten sizilianischen Salat (mit den geschenkten Tomaten).

eingetragen am 22. Januar 2019