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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
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Alhambra “ Weltkulturerbe

Ich schlafe schlecht, denn wir muessen sehr frueh im kalten Morgengrauen aufstehen. Laeutende Wecker sind aber bei uns im Womo laut Michi strengstens verboten. Der Zeitplan am heutigen Besuchstag in der Alhambra ist straff gestaltet und ich moechte ueberhaupt nichts versaeumen.

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Es hat einige Minusgrade, der Reif ueberzieht die Felder und im Bus bei all den schlaefrigen, verfrorenen Spaniern sinniert Michi ueber die Geschichte der Gegend und kommt zu folgender Erkenntnis: die Mauren sind nicht vertrieben worden, sondern sie sind freiwillig wegen dieser Kaelte getuermt – (wahrscheinlich nach Marrokko).

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Wir beginnen unsere Tour im Sommersitz der Koenige “ im Garten des Architekten (Generalife). Entlang einer Zypressenallee gelangt man irgendwann in den mit Myrten- und Lorbeerhecken und Orangenbaeumen bepflanzten Hof, der von der Acequia del Generalife durchflossen wird.

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Eine weite Rundsicht “ vor allem mit Blick auf die Alhambra und das Darrotal “ sowie der Blick auf die vielen Terrassen, Grotten, Blumenbeete, Wasserspiele und Hecken erinnert an die Gaerten italienischer Renaissancevillen.

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Danach marschieren wir (fast im Gleichschritt wie beim Bundesheer) weiter zur Alcazaba.

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Wie ein Schiffsbug ragt die Alcazaba, die alte militaerische Festungsanlage, von der Hoehe zur Stadt hinaus “ wo wir eine tolle Aussicht auf die Stadt haben. Leider truebt sich der Himmel langsam ein.

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Ein noch umfassenderer Blick bietet sich auf der Terrasse am 26 m hohen Torre de la Vela. Michi macht heute ueberall mit (sprich, er hat mit mir bereits den dritten Turm erklommen), am Abend werde ich ihm die Magnesiumtabletten “in die Kniekehlen“ stecken.

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Aus dieser Hoehe erkenne ich erst jetzt die Ausmasse der Kathedrale Santa Maria, die mich gestern im Inneren so ueberwaeltigt hat.

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Die Zeit vergeht “ aber wir sind im Plan. Was fuer ein Glueck, muesste ich mich sonst (umsonst) aufregen oder schneller diese wunderschoenen Bauten besichtigen.

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Karl der V. hat diesen Palast erbauen lassen, aber nie darin gewohnt. Im Innenhof “ einem 31 m durchmessenden zweistoeckigen Rundbau “ befindet sich im Erdgeschoss das Museo de la Alhambra, wo zahlreiche maurisch-arabische Stuecke ausgestellt sind.

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Im eigentlichen alten koeniglichen Palast, der an diesen angeschlossen ist “ dem Serail oder Diwan “ befindet sich ein grosses Wasserbecken, der Myrtenhof, der von Myrtenstraeuchern begrenzt wird. Er laesst traumhafte Spiegelungen zu.

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Im Harem (den Frauengemaechern) spielte sich das sogenannte Privatleben des Sultans ab. Im Zentrum befindet sich der Patio de los Leones “ der Loewenhof mit dem weltberuehmten Loewenbrunnen.

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Im Saal der zwei Schwestern sehen wir den kuenstlerischen Hoehepunkt der Alhambra. Das Gewoelbe in Form eines achtzackigen Sterns, der in 16 Strahlen auslaeuft, ist die groesste aller arabischen Stalaktitenwoelbungen und hat etwa 5000 (fuenftausend) Hohlkehlen.

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In den vielen Gemaechern sind unzaehlige Schmuckbaender mit arabischen Schriftzeichen und feinsten Zisselierungen.

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Nach dieser umfangreichen Besichtigungstour (und mit einer leichten Genickstarre) durch die Alhambra wollen wir eigentlich durch die malerischen Gassen des arabischen Viertels Albaicin gemuetlich zurueck in die Altstadt spazieren. Wir nehmen uns aber dann doch ein Taxi und lassen uns direkt zu einer Taparia bringen. Der Bus 174 bringt uns dann rechtzeitig zurueck zum Camp, um noch meine bereits leeren Akkus fuer die Fotoapparate wieder laden zu koennen.

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Bald werden wir zu unserem heutigen Flamencoabend abgeholt.