Gehe zu: Hauptmenü | Abschnittsmenü | Beitrag

Logbuch der SY Shalimardue

Oktober 2020
M D M D F S S
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  

Archiv

Privat

Agadir

Das milde Klima, der geschuetzte Strand und die vielen Hotels machen Agadir nach Marrakech zum meistbesuchten Urlaubsort Marokkos. Ausgeruht von den letzten Tagen wollen wir wieder in eine Grossstadt (740.000 Einwohner).

01.jpg

02.jpg

Habe ich bei den Franzosen (vermutlich wohl wegen UNSERER anhaltenden Sprachschwierigkeiten) immer Ignoranz in ihrem Wesen vermutet, so muss ich diese Meinung heute gaenzlich revidieren. Wir warten schon mehr als eine halbe Stunde auf den Bus. Es gibt keine genauen Ankunfts- und Abfahrtszeiten und ein Taxler will uns immer wieder mit besseren Angeboten in sein Auto locken “ da kommt ein Camper mit franzoesischem Kennzeichen vorbei, haelt an und dieses nette Paar fragt uns, natuerlich auf Franzoesisch, ob wir mitfahren wollen. Das einzige, was wir verstehen, ist Agadir. Wir sagen: oui, oui und schon sitzen wir bei ihnen im Auto und unterhalten uns bis zum Aussteigen in Zeichensprache mit vielen oui, oui und ouis.

03.jpg

1960 wurde Agadir von einem Erdbeben vollstaendig zerstoert. Es wurde modern wiederaufgebaut, doch mir fehlt nun der Charme alter traditioneller marokkanischer Staedte. Im neuen Stadtzentrum reiht sich eine Bank an die andere und in den Fussgaengerzonen reiht sich ein Restaurant ans andere. Vor den Souveniershops und kleinen Laeden versuchen Keiler, uns zum “grossen“ Geschaeft (fuer wen ist klar) zu ueberreden.

04.jpg

Gleich neben der Moschee kommen wir bei einem INVI-Shop vorbei und ich – noch ziemlich geladen wegen der fehlenden Simcard “ stuerze mich auf den wieder nett und freundlich aussehenden Verkaeufer. Ich erklaere ihm mein Problem und es scheint tatsaechlich mein Problem zu sein. Es sind bei INVI keine Simkarten mehr noetig und die Installation und die Verbindung haette tatsaechlich automatisch erfolgen sollen, hat sie aber nicht. Beim naechsten Besuch in Agadir bringe ich den Laptop mit. Es freut mich, dass ich nun doch nicht sooo “gerollt“ worden bin.

05.jpg

Ein kleiner Park “ inmitten der Stadt “ zeigt einige Voegel, Papageien, Moschusboecke und ein “ auf jeden Fall nicht artgerecht gehaltenes “ sehr einsames australisches Wallaby.

06.jpg

Bei der Rueckfahrt, diesmal stehend im uebervollen Bus, kommen wir wieder bei unseren reichen “Nachbarn“ vorbei, die in den beiden riesigen Anwesen mit den vielen Cameras wohnen. Der eine ist Koenig von Saudiarabien und der andere ist Sultan von Brunei – von Beruf. Unvorstellbar, in welch edler und wohl gesicherter Nachbarschaft wir mit unserem Camper stehen.

07.jpg

Von den 2 kg Tintenfischen, erworben um wohlfeile 5 Euro, die Michi direkt bei den Fischern holte und gestern zu einem koestlichen Salat verarbeitet hat, ist noch ein wenig uebrig geblieben. Waehrend wir dem Rest den Rest geben, beginnt der Muezzin in der Anlage seinen abendlichen Singsang zu beten. Unser Nachbar, ein Schweizer aus Zuerich, der schon laenger hier ist, kann dies schon recht gut nachmachen und singt mit. Bevor Michi auch damit anfaengt, muessen wir wahrscheinlich rasch den Campingplatz wechseln.

08.jpg