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Logbuch der SY Shalimardue

Juni 2019
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Ali Therme und Ali

Martina hat den Ausflug gestern und auch den heutigen geplant. Wir lassen uns gerne überraschen. An Capo San Allessio mit den wunderschönen Resten einer Burg bzw. zwei Burgen geht es weiter Richtung Messina. Auch heute gibt es wieder einen Markttag und wir müssen eine Umleitung in einer kleinen Stadt mit schmalen Gassen in Kauf nehmen. Der am Meer gelegene Ort Ali Therme ist ca. 30 km südlich von Messina und 5 km südlich von dem Ort Itala und ist bekannt als Schwefelbad.

Unser eigenes hinterlistiges Navi führt uns auf eine echt steile und kurvenreiche Straße. Nach einigen Kilometern folgt dann der zarte Hinweis am Straßenrand: „Straße im schlechtem Zustand und nur mit äußerster Vorsicht zu befahren“. Das Navi sagt nichts – außer – laut und deutlich – „rechts abbiegen“.

Schafkötel weisen uns den weiteren Weg. Bemerkungen wie: „da ist schon lange niemand mehr gefahren“ heben die Stimmung der Passagiere nur mäßig.

Trotzdem genießen wir den Ausblick auf die umliegenden Dörfer, auf den Stiefel von Italien und irgendwann auch auf den alten Ort Ali – hoch oben am Berg. Die Auffahrt ist spektakulär, eng, steil – aber mit einer grandiosen Aussicht auf die Küste. Wir stoppen am angegebenen Parkplatz. Und schauen hinunter auf das weit entfernte Meer.

Der erste Halt ist beim Convento dei Cappucchini aus dem Jahre 1574 . Alt – verfallen – und natürlich geschlossen. Wir fahren weiter. Die Abzweigung nach Ali Therme oder ins Zentrum verwirrt nicht nur unser Navi sondern bringt auch Stimmung unter die Reisenden.. Wir fahren zuerst oben an dem Ort vorbei und kehren auf einer Straßenbreite um. Der Anblick auf das Dorf Ali ist traumhaft – von oben.

Da müssen wir hin, wo wir doch schon die ganze Zeit genau hierher unterwegs waren. Laut Reiseführer von Martina gibt es hier nicht nur eine wunderbare Aussicht auf die Küste und zum Festland Italien sondern man kann durch den Spaziergang durch das Städtchen auch immer wieder einen Blick in die arabisch anmutenden Höfe der Häuser erlangen. Entweder sind wir an all diesen Plätzen vorbei gegangen ohne sie zu sehen oder es gibt sie nicht mehr – oder die Höfe waren zu. Das einzig arabische hier ist der Name – Ali. Die Kirche ist wieder einmal geschlossen, da der Pfarrer wahrscheinlich beim Speisen weilt und so kehren wir auf einen Cafe Espresso beim Kirchenwirt am Domplatz ein. Es gibt aber nette Einheimische, mit denen wir wieder ins Ratschen kommen. Laut denen ist die einzige interessante Aussicht von oben auf die Kirche, die der Heiligen Agathe geweiht ist – aber da waren wir schon.

Die Rückfahrt ist einfacher. Gegenverkehr hat es ja zum Glück bei der Auffahrt keinen gegeben. Aber hier ist die Straße breiter und – wahrscheinlich deshalb auch mit etwas Gegenverkehr. Ursprünglich wollten wir über die Autobahn zurück, aber Martina und ich wollten noch unbedingt ein Foto vom Weihnachtsbaum aus Kaktus mit Mandarinen und ein weiteres vom Turm aus Kacheln nahe Taormina. So kann Michi eben nicht die Autobahn befahren.

In Giardini Naxos gibt es das Lokal „Lupo di Mare“. Da waren wir schon einige Male und sind eigentlich immer zufrieden und satt aus dem Lokal gegangen. Michi isst einen Salat mit Lammkoteletts und ich gönne mir einen Tunfisch „medium sangue“. Martina und Horst essen zum gleichen Preis ein Fischmenü zu zweit. Das ist hervorragend und mehr als genug für zwei Personen. Wir vier sind alle glücklich und zufrieden und dann geht es heim zu unserem Stellplatz. Morgen müssen wir unsere Droschke wieder in Catania abgeben.