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Logbuch der SY Shalimardue



Dezember 2018
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Altstadt von Gallipoli

Nach einem fast durchgehend verregneten Montag fahren wir heute mit dem Gratis-Shuttle-Bus vom Campingplatz in die nahe liegende Altstadt von Gallipoli.

Das Wetter hat sich gebessert, aber es weht doch noch ein starker Wind. Die Altstadt von Gallipoli liegt malerisch auf einer Insel. Sie wurde auf einem Kalkfelsen gebaut und ist über eine Brücke aus dem 19. Jh. vom Festland aus erreichbar. Die Stadtmauern, Türme und Bastionen schützten einst die Gallipoli vor Piraten und Invasoren vom Meer aus.

Der Dom von Gallipoli, die Kathedrale Sant’Agata scheint eigentlich zu groß für die kleine Altstadt. Sie ist ein Beispiel für den Barock dieser Gegend. Die Fassade im Rokoko Stil wurde aus dem einheimischen Stein von Lecce gefertigt. In der Kathedrale werden die Reliquien von San Fausto – wer immer das auch war – aufbewahrt.

Wir schauen uns in den antiken Räumlichkeiten des „Palazzo Granafei“ die unterirdischen Ölmühlen an. Die Höhlen sind vollständig im Untergrund und sind in den weichen Sandstein geschlagen worden. Sie befinden sich etwas unterhalb des Straßenniveaus. Sie repräsentieren ein hochinteressantes Zeugnis der historischen und kommerziellen Vergangenheit der Stadt Gallipoli.

Wir erfahren bei einer deutschsprachigen Führung viel über das Öl, welches bis ins 16. Jhdt. im Gebiet um Gallipoli sowie in der gesamten Provinz gewonnen wurde und nur von hier aus verkauft oder in großen unterirdischen Zisternen gelagert und ausschließlich über das Meer ausgeführt wurde.

Wir spazieren über den Fischmarkt zurück zu unserem Treffpunkt mit dem Shuttlebus, treffen Martina und Horst aus Hamburg. In unserer kleinen Bar am Campingplatz genehmigen wir uns ein Mittagsachterl, einen Primitivo, ratschen ausführlich über die weitere Reise (wir wollen alle Vier weiter nach Sizilien und hoffen auf ein neuerliches Treffen). Der kurze Regenguss stört uns in keinster Weise.