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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2019
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Privat

Aquileia und Umgebung

Es gibt nicht nur in Venedig Hochwasser sondern auch in Grado und Aquileia. Außerdem leide ich schon etwas unter Italien-Entzug und so wollen wir das morgige Wetterfenster nutzen, um in Aquileia unser Boot zu kontrollieren. Bei Starkregen geht es los und knapp vor unserem Ziel hört der Regen auf. Der Starkwind hat unsere Plane ganz schön hergenommen und eine Fremdplane ist auf Besuch. Sonst ist beim Boot alles in Ordnung.

Heute besuchen wir die Flamingos, die im Naturschutzgebiet nahe von Grado überwintern. Leider scheint auch heute keine Sonne, aber wenigstens treffen wir auf einen großen Flamingo-Schwarm. Es sind auch einige Hobby- oder Berufsfotografen vor Ort und deren Kameras rattern wie wild.

Am Heimweg fahren wir zu unserem Lieblingswirt Luca, wo es auch „Frico“ gibt. Ein Lokal, in dem wir trotz genauestem Hinhören kein einziges italienisches Wort vernehmen. Es wird „Friulan“ – ein besonderer Dialekt – gesprochen und wir verstehen fast nichts. Nur Männer mit Gummistiefeln bis auf die nette Bedienung. Es wird frischestes Gemüse und Salat angeboten – alles mit Null-Zustellkilometern.

Wir ordern neben einem Rosewein zuerst heimischen Radicchiosalat. Michi macht ihn mit dem hausgemachten Essig elegant ab. Das Ergebnis – der Rosewein schmeckt danach wie eine süße Limonade. Der Rotweinessig ist stark – und wie – aber gut. Es folgen frische Salami mit Zwiebel und danach unser geliebter Frico – der Beste weltweit – meine ehrliche Meinung. Danach folgt noch ein Kaffee mit Milch, die nie sauer wird. Im Volksmund auch Grappa genannt. Wir decken uns noch mit Salat, Kraut, Käse und Salami ein – wie immer.

Im Hof steht ein riesiger Kessel, in dem Provada heranreift. Rüben, die in Weintraubentrester eingebeizt werden. Die brauchen noch ein wenig – bis wir wiederkommen.

Zum Abschluss werde ich noch auf einen Schnaps, der in Weichselkirschen rasten durfte, eingeladen.