Gehe zu: Hauptmenü | Abschnittsmenü | Beitrag

Logbuch der SY Shalimardue

Mai 2019
M D M D F S S
« Apr    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Archiv

Privat

Arrividerci Sicilia – ciao Matera

Wir verlassen Giardini Naxos am frühen Morgen und warten eine knappe halbe Stunde, um mit der Fähre wieder nach Italien zu kommen. Mehr als drei Monate waren wir nun auf dieser wunderschönen Insel.

Das heutige Ziel ist Matera. Eine uralte Stadt in der Region Basilikata. Wir finden den Stellplatz ohne Probleme und fahren gleich drauf mit dem Gratis-Shuttle-Bus in eine der ältesten Städte der Welt, der Weltkulturhauptstadt 2019. Ein Teil für den neuen James Bond Film wird ab Juli hier gedreht. Auch wurden hier schon die Filme „Die Passion Christi“ von Mel Gibson und das „1. Evangelium“ von Paolo Pasolini gedreht.

Seit ca. 7000 Jahren haben Menschen hier gelebt. Sie gruben sich in den Tuffsteinfelsen bzw. in der Karstschlucht ihre Wohnungen in den weichen Sandstein.

1933 wurden die „Sassi“, so nennt man die Höhlenwohnungen, zum Unesco Weltkulturerbe erklärt. Die Bewohner, so an die 15.000 wurden 1953 gezwungen, diese Höhlen zu verlassen, um in moderne Viertel umzuziehen. Heute wird noch viel renoviert und man kann einzelne Höhlen besichtigen. Einfach wunderschön. Es sind irrsinnig viele Besucher vor Ort und sehr, sehr viele Reiseführer. Wir schauen uns eine ehemalige Unterkunft an und ich muss gleich in der Küche sauber machen. Michi treibt sich in einer Felsenkirche herum und staunt über die Akustik in der vollkommen leeren Kirche. Ein älterer Mann – etwas jünger als Michi – zeigt uns eine Wohnung, die gerade ausgeräumt und verkauft wurde. Er sprach von Millioni – Millioni – keine Ahnung von welchen.

Um die Zeit zwischen Sonne und Sonnenuntergang sinnvoll zu überbrücken, besichtigen wir das Museum, welches genau diese Woche gratis zu besichtigen ist. Normalerweise kostet der Eintritt pro Person 10 Euro.

Die „Chiesa e convento San Francesco d’Assisi“ hat direkt vor der Kirche einen Blickfang aufgebaut. Es vergeht keine Minute, wo diese Skulptur nicht fotografiert wird. Im Inneren der Kirche ist nicht sehr viel Sehenswertes und wir werden fast hinaus gebeten, da die Kirche um 18 Uhr geschlossen wird.

So müssen wir wieder die Zeit bis zur nächtlichen Fotografiererei mit einem Bierchen verbringen – dabei wird es finster. Einfach ein Traum, dieser Anblick.

Unser Shuttlebus holt uns pünktlich ab und Michi isst im Lokal am Stellplatz – einer Azienda Agritouristica namens Masseria del Pantaleone – noch ein sehr „gschmackiges“ Nudelgericht. Der Wein um wohlfeile 5 Euro pro Liter schädigt unsere Reisekasse nur wenig.