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Logbuch der SY Shalimardue

März 2019
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AUF den Ätna

Zu den Anziehungspunkten Siziliens gehört auch der Ätna, der Gigant unter den Vulkanen. Er ist nicht nur der größte tätige Vulkan in Europa, sondern auch einer der aktivsten der Welt. Wir starten um 09 Uhr über die Autobahn nach Catania und biegen dann bei Gravina ab. Von da aus geht es nur noch aufwärts. Wir sehen Spuren der Verwüstung. Ältere und neuere Lavaströme, die sich durchs Gelände ziehen.

Ab Mittag ist viel Wind angesagt, aber bereits am Vormittag am Weg über Nicolosi bis zur Seilbahn fliegen die Haare beim Fotografieren dieser eindrucksvollen Landschaft.

Bei der Station angekommen erfahren wir, dass heute wegen des immer stärker werdenden Windes die Seilbahn nicht fährt. So müssen wir uns mit einer kleinen Wanderung zufrieden geben. Wir sehen einen erst im Jahr 2001 entstandenen Krater, auf dem einige Leute unterwegs sind. Im Winter, wenn mehr Schnee vorhanden ist, gibt es auch Lifte für Schifahrer. Heute steht alles.

Dieser Krater (Crateri Silvestri aus 1892) ist wohl schon länger ruhig, denn es beginnen schon die ersten Sträucher zu blühen. Kurz nach der Hälfte der Wanderung beginnt es ordentlich zu stürmen. Heute bin ich froh, ein paar Kilo zu viel auf die Waage zu bringen, denn wahrscheinlich hätte es mich sonst weggeweht. Noch einige Zeit später zittern meine Hände und ich bin total aufgescheucht. Selbst Michi mit seiner Diätfigur (er hat die Figur ohne jede Diät bekommen) hat Mühe, sich auf den Beinen zu halten.

Die Sonne beginnt zu verschwinden und die Wolken ziehen mit riesiger Geschwindigkeit über uns hinweg und so beschließen wir die sofortige Rückkehr auf Meereshöhe. Ganz sportliche und mutige Radfahrer erklimmen diesen langen Weg mit dem Fahrrad. Wir bewundern diese sportlichen Typen.

Die Verwitterung des vulkanischen Materials bringt dem Land aber auch eine enorme Fruchtbarkeit. Der gehaltvolle Ätnawein gedeiht ebenso wie Zitrusfrüchte, Oliven, Feigen und Obstbäume bis zu einer Höhe von 1000 Meter. Kastanien gibt es bis 1600 Meter . Akazien, Ginster und Farn findet man in der Region zwischen 1500 und 2500 Meter, ehe dann die vegetationslose Zone beginnt. Martina braucht gutes neues Schuhzeug und so fahren wir nach Catania zum „Decathlon“. Dort wird sie rasch fündig. In diesem riesigen Einkaufszentrum gibt es auch hervorragendes Futter und so können wir uns ohne Durst und Hunger auf die Heimfahrt machen, wo wir vom Ätna wieder ein beeindruckendes Foto vom Stellplatz machen.