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Logbuch der SY Shalimardue



Juni 2018
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Privat

Auf nach Batticaloa

Die Wetterveränderung kündigt sich schon an. Seit 6 Wochen haben wir nur Sonnenschein gesehen und keine einzige Regenwolke. Für die nächste Zeit hat sich der Monsun angekündigt. Aber das macht uns gar nichts aus, wir haben momentan nur „Relaxen“ am Programm.

Im Fischereihafen von Trincomalee machen wir eine kurze Fotopause. Ich hab ja da beim Anlegen nix zu sagen, so wie die Boote nebeneinander festgemacht sind, das hab ich noch nie gesehen. Keine Fender, keine Autoreifen, nichts, was ein Boot vom Nachbarboot schützen würde. Dafür sind aber alle Fischer fröhlich und freuen sich, wenn wir Fotos von ihnen machen.

Unser Driver Mr. Sarath verlässt uns für eine Woche. Am Sonntag kommt er uns von Kandy aus wieder abholen. Der Preis für 1 l Diesel kostet hier ca. 50 Cent. Für unsere bisherige Rundreise haben wir nicht ganz 30 Euro für Diesel bezahlt.

Der nächste Stopp lässt nicht lange auf sich warten. Eine Gruppe Fischer zieht ein großes  Netz herein und ich will den Fang sehen. Wer nun mehr enttäuscht ist – die Fischer oder ich – kann ich nicht sagen. Mir tun auf jeden Fall die Fischer leid, schwere Arbeit und im Netz befinden sich nur ungiftige Quallen und einige kleine Fischlein. Und diese müssen nun auf alle aufgeteilt werden.

Bei unserer nächsten Tee Pause entdecke ich einen sprechenden Papagei. Hinten (hinterm Haus),  in der Sonne– gut versteckt. Er tut mir so leid. In dieser Gegend in einem Gefängnis zu sein. Am liebsten hätte ich ihn gleich freigelassen. Wir sind nur 140 Km unterwegs, brauchen dafür aber 4 ½ Stunden – natürlich mit den 3 Pausen. Außerdem ist die Straße von der Hitze so aufgebrochen, dass es oft nur im Schneckentempo weitergeht. Auch diesmal kommen wir an vielen Tempeln vorbei, bleiben aber bei keinem mehr stehen.

Unsere Bleibe für die nächsten Tage liegt sehr einsam und versteckt. Trotzdem finden wir ohne Irrweg dort hin. 200 Meter bis zum Strand und rechts und links 3 km kein Tourist (sonst aber auch nix). Unsere Anlage ist sehr sauber (Michi hat den Besen nur fürs Foto hergenommen). Nach einem Strandspaziergang genehmigen wir uns beim Nachbarn ein kleines Essen und am Abend bringt uns der Three Wheeler hervorragendes Essen (fried rice mit chicken) aus dem Nachbarort. Eine Portion und wir lassen noch die Hälfte übrig.

Unsere schwedischen Nachbarn verwenden den hauseigenen Griller und es duftet nach Bratwürstel. Bis jetzt gibt es noch keine heimische Speise, die ich vermisse (außer vielleicht ein Schwarzbrot). Das ausreichende singhalesische Frühstück gibt es endlich wieder mit meinem Lieblingstee – den Masala-Chai-Tea.