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Logbuch der SY Shalimardue

Juni 2019
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Ausflug mit dem Leihauto nach Savoca und Forza d’Agro

Wir haben zu viert einen Leihwagen gemietet. Michi hat online am Flughafen Catania einen Kia bestellt. Heute früh sind Michi und Horst mit dem Bus direkt bis zum Büro gefahren und haben sich das Auto um knappe 40 (vierzig) Euro für eine ganze Woche abgeholt. Inklusive Vollkaskoversicherung.

Im malerischen Bergdorf Savoca wollen wir die in Wandnischen ausgestellten mumifizierten Leichen der einstigen Nobili anschauen. Donnerstag bis Sonntag ist Besuchszeit. Nur leider ist heute das Fest der Heiligen Lucia und so läuten wir umsonst. Die Mumien haben heute leider keinen Besuchstag.

Es gibt aber noch verschiedene andere Kirchen zu besichtigen, wie die Chiesa San Michele, die Chiesa Santa Lucia und des Heiligen Nicolo. So viel echten Schmuck, aus purem Gold der an einer Statue hängt, wie bei der Heiligen Lucia,habe ich noch nie gesehen. Das schlechte Gewissen der alten Mafiosi war schon immer ein edler Spender. Es gibt wohl einen Aufpasser hier, der die Gläubigen beaufsichtigt, damit sie nicht unabsichtlich über das 7. Gebot straucheln.

In der Chiesa San Nicolo gibt es eine Statue vom Heiligen Michael. Michael klärt uns über die Geschichte des Heiligen Michael umfassend auf. Am Parkplatz – wo unser Auto abgestellt ist – gibt es eine Vielzahl von Katzen. Manche sind liebesbedürftig, andere zum wilden Kampfe aufgelegt.

Diese nette Dame strahlt vom Balkon auf uns herunter und wir kommen ins Gespräch. Es dauert nichts, da muss ich zur Eingangstüre, wo sie mich in ihr Haus einlädt. Sie hat beim Mafia-Epos „Der Pate“ mitgespielt. Mir werden von ihr sehr viele Fotos von damals gezeigt und ich komme fast nicht mehr weiter. Die anderen warten schon hungrig auf mich.

In der Bar Vitelli wurden auch einige Szenen gedreht und auch da sehen wir einige Fotos von den Dreharbeiten. Dem Regisseur F. Coppola hat man als Erinnerung an den Film eine Statue gebaut. Michi hat in seinem dritten Buch „Der Todeshauch“ ja auch über die Mafia in Kalabrien und Sizilien geschrieben und so muss er natürlich als Fotoobjekt herhalten.

Am Rückweg – steil abwärts – scheint wieder die Sonne. Wir müssen die selbe Strecke wieder runter fahren, da der andere Weg wohl beim letzten Sturm schwer beschädigt wurde. Ob die Flaggen eine Wegsperre kennzeichnen sollten oder nicht, sind wir nicht drauf gekommen. Auf jeden Fall ist die Straße immer schlechter geworden und so haben wir umgedreht.

Auf dem Weg nach Forza d’Agro kommen wir bei einer alten Festung vorbei. Leider gibt es keinen Parkplatz und so müssen wir eben weiter. Das von den Ruinen eines Kastells aus dem 16. Jhdt. überragte Bergdorf liegt nur 12 Kilometer nordöstlich von Taormina in 420 m Höhe. Der Ausblick auf den Ätna ist wieder einmal überwältigend. Bei der unter Naturschutz stehenden Insel „Isola Bella“ machen wir noch einen letzten Fotostopp.