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Logbuch der SY Shalimardue

März 2019
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Privat

Besichtigung des Castello di Donnafugata und sonstiges Treiben

In letzter Zeit hatte Michi viel zu tun. Zuerst bekommen wir von Gerhard zwei Melanzani, die er dann einen Tag mit Salz und am zweiten Tag mit Essig präpariert. Nachdem sie ausgepresst wurden, kommen Kräuter, Knoblauch und Öl dazu. Am Donnerstag-Markt kaufen wir endlich wieder mal Artischocken. Unser Messer ist nicht mehr scharf genug, aber Gerhard – unser Freund – hilft mit einem Schleifstab aus. So können die Artischocken zubereitet und gekocht werden. Der Kochsaft ist sehr gesund und die Artischocken schmecken hervorragend.

Am Nachmittag fahren wir mit Gerhard und Herta, – wir als „Gepäck“ – zu unseren schwedischen Freunden Uffe und Maggis zum Campingplatz Flintstone, wo wir heuer im März mehr als einen Monat verbracht haben. Wir werden zu einem typischen schwedischen Essen eingeladen. Das getrocknete Blutbrot (aus Schweine- und Kuhblut) ist ähnlich dunklem Knäckebrot, welches im Wasser erhitzt wird und seine Form somit vergrößert. Dazu gibt es eine Béchamelsoße und als Hauptspeise gegrillten Schweinebauch mit Marmelade und Tomatensalat. Mir hat es hervorragend geschmeckt. Als Abschluss gibt es dann noch einen Absacker namens Irish Coffee. Whisky und Kaffee und Rohrzucker wird mit ganz wenig Milch vermengt und rasch getrunken – die schwedische Variante eben.

Wie immer kommen wir rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Campingplatz an und so wie fast jeder der Camper machen auch wir jeden Tag ein neues Foto vom farbenprächtigen Schauspiel am Himmel.

Für heute haben wir mit Martina und Horst einen Ausflug zum Castello di Donnafugata ausgemacht. Wir natürlich mit unserem flotten Roller und die beiden quälen ihre E-Bikes, welche ihre Akkus fast bereits auf der Hinfahrt verbrauchen.

Die Schlossbesichtigung innen und außen ist wie schon bei den letzten Malen mehr als interessant, heute gibt es allerdings einige Zugänge zu verschiedenen Räumen (wie z. B. zum Entbindungsstuhl aus dem 18. Jhdt.) nicht. Der Palast mit quadratischem Grundriss ist von Zinnen bekrönt und hat eine venezianische Hauptfassade mit einer gotischen Loggia. Er verfügt über 122 Zimmer auf einer Wohnfläche von 2500 m². Zu den besonders sehenswerten Räumen zählen die große Bibliothek, der Wappensalon, ein Spiegelsaal, ein Billardsalon, ein Bischofszimmer mit wertvollen Intarsienmöbeln, das Rauch- und das Musikzimmer, der Frauensaal sowie mehrere Kapellen und Theaterräume. Michi erklärt spontan die Bibliothek für nicht vollständig, da seine fünf Bücher unerwarteter Weise nicht eingelagert sind.

Im Labyrinth verirren wir uns heute nicht. Dank Horst, der groß genug ist, um den Ausgang wieder zu finden.

Nach dem Spaziergang durch den Schlossgarten gibt es wie schon wie in den Jahren vorher ein himmlisches Essen in der „Trattoria Il Gattopardo“.