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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
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Castillo de San Marcos

Bei einer unserer Radtouren haben wir diese interessante alte Burg entdeckt, aber leider war das Tor verschlossen. Michi hat danach ueber die Rezeption unseres Campingplatzes eine Fuehrung in englischer Sprache organisiert.

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Wieder einmal herrscht strenges “Fotografierverbot“ im Inneren und interessanterweise halte ich mich (wieder einmal) nicht daran. Das Castillo de San Marcos wurde im 13. Jhdt. von den Mauren errichtet und ging dann in den Besitz der Herzoege von Medinaceli ueber.

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Islam trifft Christentum. Dass die Gebetsnische der Muslime in der alten Moschee wie ein Megaphon wirkt, teste ich als “einzig Freiwillige“, die dort eine kleine Ansprache an die restliche Gruppe Englaender abhaelt, bis Michi mich mit lautem “Stopp“ endlich zum Schweigen bringt.

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Im selben Raum befindet sich die Kapelle mit der Statue der Madonna, die angeblich fuer die Namensgebung des Ortes mit verantwortlich ist. Um die Madonna durch das Schluesselloch zu sehen (das Loch ist schraeg nach oben gebohrt) muss man sich ein wenig buecken oder knien und erweist so auf diese Weise ungewollt und unbemerkt den gehoerigen Respekt.

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Im Freien erfahren wir dann, dass in den Mauern nicht nur Christoph Columbus und auch sein Steuermann Juan de Cosa gelebt haben sondern auch, dass das beruehmte Schiff – die “Santa Maria“ – eines der drei, mit denen Amerika entdeckt wurde, hier erbaut bzw. konstruiert wurde.

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Ich bilde mir ein, dass ich so ca. 80 % des Vortrages fehlerfrei verstanden habe, aber wahrscheinlich gehoert das Folgende zum Unverstandenen. Hier, wo Michi steht, sollen angeblich Pferde samt Reiter durchgekommen sein.

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Es gibt im Inneren auch einen Vorhof mit einem Brunnen mit drei Ebenen, wo sich die Moslems fuer ihre Gebete rituell gewaschen haben. Hier wachsen viele Orangenbaeume und endlich erfahre ich, wie man suesse Orangen von sauren Orangen am Baum unterscheidet: bei den Sauren waechst ein viertes Blatt in Richtung des Stammes.

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Die Aussicht nach oben “ auf die Burg und den fleissig klappernden Stoerchen – ist wunderschoen. Miriam, unsere Fremdenfuehrerin bereitet in der Zwischenzeit eine Verkostung vor und sie sagt, wir sollen nur dem Geruch folgen, dann landen wir sicherlich im Cherrykeller.

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Wir schnueffeln etwas herum und tatsaechlich finden wir sie und den Keller. Das Cherrylager ist wie ein Weinkeller in Italien und auch die Verkostung ist nicht zu verachten.

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Auf dem Fass rechts hat sich der beruehmte Stierkaempfer “El Cordobes“ verewigt. Ob er es allein ausgetrunken hat, weiss nicht einmal unsere lustige Fuehrerin. Fuer unsere 6 Euro Eintritt bekommen wir nicht nur die Burgbesichtigung, sondern auch eine ausreichende Verkostung. Mit jedem Schluck mehr wird die englische Gruppe froehlicher (wir gehoeren ja auch dazu).

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Unser “kleiner“ Einkauf wird aufs Fahrrad geschnallt und wir sehen uns natuerlich auch noch die erste Seekarte, auf der Amerika dargestellt ist, an. Sie ist vor den Toren der Burg angebracht.

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Nach dieser “anstrengenden“ Besichtigungstour kehren wir in einer der vielen Tapas-Bars ein und kosten uns wieder mal durch alles durch.

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Unsere Fastenzeit wird dadurch nicht unterbrochen, sondern nur kurz “vollkommen“ ignoriert.