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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
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Das antike Selinunte

Wir sind unterwegs in einem sehr weitläufigen Gelände, von dem die Verantwortlichen sich sogar sicher sind, dass es sich dabei um den größten archäologischen Park von ganz Europa handelt.

Das antike Selinunt verdankt seinen Namen dem griechischen „Selinon“, dem Wort für wilden Sellerie, der in der Umgebung reichlich wuchs.

Da von den meisten Tempeln nicht bekannt ist, welchen Göttern sie wirklich geweiht waren, haben die Tempel bzw. Ruinen nur Buchstaben zugeordnet bekommen.

Der Tempel E wurde als einziger wieder aufgerichtet. Es sollen noch weitere folgen – wir werden sehen.


Der nächste, der Tempel F, ist der kleinste und älteste, er wurde um 530 v. Chr. errichtet, ist aber weitgehend zerstört und verfallen.

Vom Tempel G – ganz im Norden des Gebietes gibt es nur mehr einen wie wild durcheinander geworfenen riesigen Steinhaufen, auf dem es sich herrlich klettern lässt. Und der die Wut der Zerstörer, die 409 v.Chr. über das Meer von Karthago (Tunesien) kamen, auch heute noch ahnen lässt.

Vor ca. 2.500 Jahren sozusagen wurden diese Säulen aufgestellt und wir turnen heute darauf herum, allerdings in Gedanken an die Erbauer, die hier Schwerstarbeit verrichten mussten.


In der Hauptsaison wird man mit kleinen Wägelchen bis zur Akropolis geführt, jetzt sieht man außer dem Kassier (welcher ohne Kleingeld seinen Job macht) niemanden auf dem Gelände.

Wir wollen uns noch ein wenig für weitere Besuche aufheben und lassen daher den Fußweg über die inzwischen versandete Flussmündung aus. Die Akropolis wird das nächste Mal besichtigt.

Ein Teil der Stadtmauern, die das auf einem Hügel liegende Areal umgeben, ist noch gut zu erkennen – auch aus der Ferne.

Obwohl die Sonne scheint, ist es recht frisch, da heute ein starker Wind pfeift. Sogar die Fischer sind im sicheren Hafen geblieben. Von unserer Hafenkneipe aus beobachten wir einen winterfesten Kyter, der bei diesen (Wasser-)Temperaturen flott unterwegs ist.


Im eleganten Restaurant „Baffos Castle“ werden wir kulinarisch verwöhnt und der Chef verabschiedet uns dann auf Deutsch mit den Worten: ach, Sie sind die Radfahrer – schönen Urlaub noch.

Was ich bisher immer vergessen habe zu erwähnen ist, dass es hier in Sizilien – speziell in unserer momentanen Umgebung von Castelvetrano – bestes Olivenöl gibt. Das „flüssige Gold“ wird auf einer Fläche von ca. 6.500 Hektar angebaut.