Gehe zu: Hauptmenü | Abschnittsmenü | Beitrag

Logbuch der SY Shalimardue

Juli 2019
M D M D F S S
« Jun    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  

Archiv

Privat

Das lange Warten auf die Schiffsbergung

Zuerst ein kaltes Bierchen bei Carlos und Mutter Silvana im Kiss und anschließend bei uns Restlverwertung, da der Kühlschrank ja nicht mehr funktioniert. Wir essen ab jetzt mit dem Ablaufdatum um die Wette. Heute ist der Hallumi (griechischer Grillkäse) dran.

Die Fische werden von der Köchin direkt am Wasser geputzt und die Möwen und auch die Hauskatze werden fleißig verwöhnt.

Michi kommt mit dem Eigner des an Land angeschwemmten Motorbootes zu reden. Er erzählt, dass die Leine der Boje bei der ersten schweren Böe mit einem Ruck gerissen ist und er zu knapp am Ufer war, um noch den Motor anzuwerfen und weg zu kommen. Er telefoniert schon eine Weile und hofft, dass das Bergeschiff noch rechtzeitig und bei Flut kommt.

Es ist schon Abend, als das riesige Kranschiff einläuft und die Mannschaft von der Seahelp bittet uns, sofort unsere Boje zu verlassen, damit das Bergeschiff durch das Bojenfeld fahren kann. Keine 3 Minuten und wir sind von der Boje. Ich hätte nicht gedacht, dass die Bergung nur 30 Minuten dauert.

Das Schiff dürfte keine größeren Schäden haben, denn das Boot wird zu Wasser gelassen und vermutlich mit dem Boot der Seahelp als Begleitung zum nächsten Hafen gebracht.

Nachdem wir wieder an unserer Boje festgemacht haben, fahren wir an Land. Kurz darauf ist schon die nächste Front im Anzug.

Wieder werden wir geweckt durch Sturm, Blitz und Donner und jaulenden Wanten, heute Nacht zusätzlich mit Starkregen. Dabei war das wieder mal nicht angezeigt auf den vielen Wetterseiten, die wir regelmäßig kontrollieren. Zur Zeit spielt das Wetter richtig verrückt. Wir warten noch hier in der Soline auf Pasman, da es im Norden noch schlechter sein soll. Ab Donnerstag scheint sich dann die Lage wieder etwas zu beruhigen. Heute bergen wir sogar unsere Sonnenabdeckung, da eine gewaltige Bora in den Vorankündigungen zu sehen ist. Wir wechseln außerdem die Boje, um – falls doch was ist – nicht allzu nahe an dem felsigen Ufer zu sein.