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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
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Die Altstadt von Essaouira

Die als “leuchtend weisse“ Fischerstadt bekannte Ortschaft Essaouira leuchtet heute Vormittag nicht so, sie ist eher grau in grau. Als dann gegen Mittag die Sonne “ entgegen der Wettervorhersage “ wieder vom Himmel strahlt, marschieren wir nochmals los.

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Einst war hier einer der groessten Sardinenhaefen Marokkos, aber auch heute noch leben viele Familien vom Sardinenfang. Jonathan, die Moewe, laest sich nicht abschuetteln und zwingt Michi sogar, flott sein Hemd zu wechseln “ nicht alles Gute kommt von oben.

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Viele Imbissbuden direkt neben dem Hafen sollen die Besucher dazu verfuehren, gleich an Ort und Stelle den fangfrischen Fisch zu verzehren. Eigentlich waere dies genau die richtige Destination fuer uns, aber als wir dann den Fisch schwarz und vollkommen verbrannt auf diversen Rosten sehen, verzichten wir gerne darauf. Schade um diese herrlichen Meeresfruechte.

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Im Hafen gibt es noch Werften, die noch heute die alte Schiffsbautradition der Holzschiffe pflegen. Michi gibt sich eine sogenannte Spezialfuehrung ueber Holzschiffsbau.

Die Hoelzer, Eiche fuer Kiel (importiert), Eukalyptus fuer die Stringer (aus Marokko) und fuer die Beplankung Teakholz (ebenfalls importiert) werden verwendet “ aber nichts aus Nirosta, das waere zu teuer.   Das Schlitzohr wollte danach doch tatsaechlich 10 Euro (100 Dh) fuer den Rundgang, wir hatten schon 2 Euro (20 Dh) vorbereitet und damit war der Herr Achmad (der Carpenter-Tischler) letztendlich auch noch hoch zufrieden.

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Traeumen kann man ueberall. Aus dem Handy plaerrt lautstarke einheimische Musik “ es fehlt nur noch eine Bauchtaenzerin, aber vielleicht sieht er sie ohnehin. Michi meint, er bereitet sich auf diese Weise auf die Matura vor “ so traeumt jeder auf seine Weise.

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Das eigentliche Juwel ist die – von einer Stadtmauer vollkommen umschlossene – gut erhaltene Medina (Altstadt), welche man durch drei Tore betritt. Wir meinen, dass die gesamte Stadt ein Souk ist und man alles finden kann, was man brauchen oder vor allem, absolut nicht brauchen kann.

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Wir besuchen die Bastion mit ihren Kanonen aus dem 16. bis 18. Jhdt. ueber die Sqala du Port und erfreuen uns am Anblick einer der angeblich bezauberndsten Staedte ganz Marokkos.

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Unter der Sqala de la Kasba (Festungsmauer) befindet sich ein Souvenirladen neben dem anderen.  In den vielen Werkstaetten  sehen wir fleissige Kunstschreiner, die aus Thujaholz wunderschoene Tabletts, Kaestchen oder Schachbretter herstellen. Diese werden hier “ praktisch auf der Strasse “ mit kunstvollen Intarsien verziert.      .

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Heute ist Sonntag und der Ort geht ueber. Erstmals stoert uns der Touristenrummel ein wenig und auch die Bettler sind etwas aggressiver als sonst. Ein vor Jahren noch verschlafenes Staedtchen ist zu einem Touristenmagneten geworden. Die Stadt der Kuenstler und Surfer ist vor allem bei Individualreisenden beliebt.

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Wir haben dann noch Gelegenheit zuzuschauen, wie ein Wuestensohn drauf und dran ist, neue Wuestensoehne (oder wueste Toechter) vorzubereiten “ Turban um die Geliebte schlingen und schon sieht es keiner.