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Logbuch der SY Shalimardue

August 2021
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Privat

Die Gurina ober Dellach im Gailtal

Heute früh hat mir Michi erzählt, wir fahren ins Gitschtal, aber mehr hat er mir nicht erzählt. Im Gitschtal sind meine Oldies auf die Welt gekommen und ich hab mich schon sehr gefreut, wieder mal dorthin zu kommen. Wir landen dann allerdings in Dellach im Gailtal. Da war ich noch nie unterwegs, der Archäologiepark Gurina war unser Ziel. Wir parken auf Empfehlung eines Hausbesitzers direkt an der Straße. Zum Gurina geht es sehr, sehr steil bergauf. Ein Trainingspfad für trittunsichere Gämsen – wie Michi vermutet. Wir treffen unterwegs einen Wanderer, mit dem es sehr lustig und interessant war kurz zu ratschen.

Wir haben mindestens 30 Minuten gebraucht, um gemeinsam zum Herkules-Tempel zu kommen. Sein Muskelfasereinriss vor ca. 1 Woche hat Michi immer wieder zu Pausen genötigt.

Zum Glück ist es heute nur teilweise bewölkt und erst am Nachmittag soll es regnen.

Der Tempel ist offen und so können wir auch das Innere des Tempels besichtigen. Einige Ausgrabungsstücke (Repliken) und der Herkules im FKK-Outfit sind zu sehen. Der Platz ist oberfantasisch. Man sieht über das ganze obere Gailtal, wie von einer erhöhten Aussichtswarte. Der Tempel wird auch an Heiratswütige vermietet (macht die Gemeinde). Hier kann man nach keltischen oder römischen Brauch heiraten.

In der Tempel-Info stand, dass man beim Landwirt das Buch „Die Gurina nahe Dellach im Gailtal“ kaufen kann und so treffen wir den netten ländlichen Buchverkäufer, der uns auf ein Glaserl „rotes Mineralwasser“ einlädt.

Das keltische Gräberfeld hat sieben Figuren auf den Grabhügeln, die sehr interessant ausschauen.

Die hier bestatteten Helden haben auf den gegenüber liegenden Höhen des Zollner und des Hohen Trieb im Krieg gegen Italien gekämpft und sind dort im ersten Weltkrieg für das Kaiser- und Vaterland gefallen.

Die Anwesenheit der Römer wird auch durch das Auffinden einiger Römersteine in der Gegend dokumentiert. In Reisach steht ein Wegkreuz mit einem solchen. Die Inschrift lautet: Den Totengöttern, die Pachteintreiber Maturus und Mercator haben diesen Stein für den wohlverdienten Amandus, den Aufsichtsbeamten des Titus Julius Saturnius gestiftet.