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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
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Privat

Die Lagune von Moulay Bousselham

Auf den knapp 500 Kilometern Autobahn von Marrakech bis Moulay Bousselham erfreuen wir uns an der Pracht der Blueten und des vielen Gruens, das neben der Strasse unser Auge begeistert.

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Fuer diese Strecke zahlen wir etwas mehr als 20 Euro Autobahngebuehr, dafuer kommen uns aber weder Schafe noch Ziegen und auch keine Dromedare entgegen. Nur manchmal rennen Menschen quer ueber die Strasse, weil ihre Ortschaft eben auf der anderern Seite ist. Dafuer verfolgt uns aber ein Rudel wilder Hunde und die moechten doch tatsaechlich in unsere Reifen beissen. Wir waren allerdings um ein paar laeppische Stundenkilometer schneller.

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Waehrend der Fahrt regnet es immer wieder und am Stellplatz in der ersten Reihe am CP in Moulay Bousselham geniessen wir das Gratisschauspiel der untergehenden Sonne. Zuvor steigen wir aber eine Stiege hinauf, die anscheinend von einem total zugedroehnten Maurer gebaut wurde. Es sind mindestens hundert total unregelmaessig hohe und tiefe Stufen, die uns in den Ort am Berg fuehren.

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Am Abend faellt der Strom aus “ wahrscheinlich schalten gerade saemtliche WoMo-Besitzer die Heizung ein, denn es ist schon recht frisch. So koennen wir uns schoen langsam an die fuer uns ungewohnte Kaelte von Europa gewoehnen.

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Der Regen macht am folgenden Tag nur kurze Pausen, diese werden aber vom fleissigen Schuh- und Eierverkaeufer genutzt, um vielleicht doch ein Geschaeft zu machen. Der Ort “ direkt vor der Moschee, wo der Muezzin mindestens 3-4 Mal laut zum Gebet ruft, ist ja wirklich geeignet dafuer. Dass die meisten Schuhe gebraucht sind, macht der “Verkaufswut“ nichts aus.

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Am fruehen Morgen stellen wir “ ebenso wie unsere Schweizer Freunde – die WoMos um. Wir finden einen Platz, wo der Strom funktioniert und so erwartet uns nach dem koestlichen Mittagessen im Ort und der elendigen Stiege eine warme “Bude“. Aber es ist ziemlich knapp, dass wir nicht zum “Schneck“ schwimmen muessen.

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Zum Thema Muell in Marokko haben wir noch nichts geschrieben. Die Leute hier haben eine eigentuemliche Beziehung zu Plastik und Muell und Dreck im Allgemeinen. Wenn er auf dem Boden liegt, sieht ihn anscheinend keiner mehr. Es sind auch viele Mittellose hier, die in sehr aermlichen Unterkuenften hausen.

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Andererseits sind auf den Autobahnen Muellmaenner unterwegs, die jeden Dreck wegraeumen “ aber dies absolut nur auf der Autobahn. Wo sie ihn dann hin werfen, wissen wir nicht. Vielleicht jedoch Allah???