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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
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Privat

Duncansby Head

John Lennon verbrachte schon als Kind viele Urlaube hier und als Erwachsener komponierte er „In My Life“ und die Gemeinde von Durness hat ihm dafür ein kleines Denkmal errichtet. Selbstverständlich haben wir uns auf Youtube dieses Lied sowie „Mull of Kintyre“, welches nahe Glasgow gedreht wurde, angeschaut und angehört.

Die Smoo Cave ist eine Tropfsteinhöhe gleich in der Nähe. Der 21 Meter hohe Wasserfall rinnt heute leider nicht. Es hat hier wohl zu wenig geregnet in den letzten Tagen.


Während Michi sich voll auf den Straßenverkehr konzentriert, genieße ich die Aussicht von hoch oben auf die wunderbare Gegend.



Alte Friedhöfe haben es uns angetan, es gibt so viel Geschichte auf den einzelnen Grabsteinen zu lesen, ein ganzes Leben wird so auch noch nach Jahrzehnten nachvollziehbar.

Bis zur ersten Kaffeepause sind es noch einige Kilometer auf der meist einspurigen, sehr schmalen Straße – aber Michi muss immer wieder anhalten, denn die besten Fotos gelingen leider nicht beim „Aus-dem-Fenster-Fotografieren“.



Castle of Mey – Queen Mum’s Residence

Nachdem Maria diesmal mit einem royalen absolutem „Fotografier Verbot“ belegt wurde, darf ich, Michael, die folgenden Minuten bild- und lebhaft schildern. Wir zwei (unerwarteter Weise allein) wurden von einem „Butler“ empfangen, welcher die Queen Mum noch „leibhaftig“ bedient und umsorgt hatte. In der Vorhalle machte er uns auf das lindgrüne Kostüm und den Hut aufmerksam, welches Queen Mum bei ihren Aufenthalten am Schloss oft getragen hatte. Ebenso auf zwei normale Gummistiefel mit echt „genagelten Sohlen“, um ein herrschaftliches Ausrutschen möglichst zu vermeiden. Die von ihr gefundenen Muschelschalen in den Tellern beim Eingang nicht zu vergessen. Die Führung durch die Gemächer der alten Dame, die einen Hang zu Nippes hatte, war ziemlich erheiternd. Wir kamen auch dem Geheimnis der Langlebigkeit ihrer Durchlaucht auf die Schliche. Der Butler gab mir das Rezept für das berühmte Gin-Getränk erst nach hartnäckigem Nachfragen bekannt. Das da so wäre: 2 Teile trockenen Martini, 1 Teil Gordons Dry Gin und etwas Lime (Zitrone geht auch), sie ist immerhin 102 Jahre alt geworden!

Zwischen einem Plüsch-Elch-Kopf an der Wand und dem originalen Gewand der Krönung von 1953 irren wir durch das Schloss. Die Stiege vom Speisesaal in die Küche hat der jetzige Prinzgemahl als Angehöriger der Navi „himself“ entworfen. Sehr steil und sehr eng – wie auf Kriegsschiffen. Was das Servierpersonal da mitmachte – kaum zu glauben. Im Garten, den sie so liebte, finden wir alles, was wir hier so nicht erwartet hatten. Erdbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren – und das alles hinter Schloss und royalem Riegel! Ich fand unter ihrer Lieblingsbank sogar eine Napfschneckenmuschel, die sicher von Queen Mum hierher verschleppt wurde. Ich nahm sie mit!

Nicht mehr weit ist es bis zum nördlichsten Punkt des schottischen Festlandes. Den Leuchtturm von Dunnet Heat erreichen wir über eine 5 Meilen lange schmale Straße.


Unser Campingplatz liegt in John o’Groats. Da steht unübersehbar ein Wegweiser am kleinen Fährhafen, der uns die Richtung und Entfernung zum Nordpol und zu sonstigen wichtigen Plätzen anzeigt. Wenn man Glück hat, wie wir, steht man allein beim Wegweiser.