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Logbuch der SY Shalimardue

März 2021
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Privat

Endlich dem Nebel entkommen

Anfang Dezember hat es etwas geschneit. Da Michi sich auf seine schmerzhafte Schneeschaufelallergie ausredete, musste ich schaufeln. Michi feuerte mich vom Küchenfenster fest an und fotografierte sogar – der Brave. Normalerweise sind wir ja weit im Süden, wo es mindestens 20 Plusgrade hat, aber heuer ist leider alles anders.

Am 07. Dezember spazieren wir in die Stadt und siehe da, sie leuchtet. Villach ist eine wunderschöne Adventstadt. Leider gibt es keine Punsch-Standln. Das drückt unsere Stimmung etwas. Wir kommen stocknüchtern nach Hause, was heuer seit Jahren auch eine Premiere ist. Nochmals brauchen wir das nicht. Auch der Südtiroler Standler mit seinem wunderbaren Glühmost möchte leben.

Wir sind die meiste Zeit in unseren vier Wänden und denken darüber nach, was wir zu Mittag kochen könnten. Der Kühlschrank ist brettlvoll und wir haben noch Gewürze bis August 2022. Meistens kocht Michi und da wir die italienische Kost bevorzugen, gibt es auch eine „Salame in aceto“, einen himmlischen Frico – die Zutaten haben wir bei unserem Freund Luca in Italien gekauft, bevor wir wieder heim mussten.

Wir haben uns für den Antigen-Test entschieden und wie nicht anders erwartet, waren wir negativ. Der Test war negativ und unsere Stimmung war positiv. In Zeiten wie diesen ist es für uns unverantwortlich – auch wenn man keine Symptome zeigt – sich nicht testen zu lassen. Wir wollen alles tun, um so schnell wie möglich wieder halbwegs normal leben zu können. Da gehört das eben dazu.

Gestern hat Michi eine marokkanische Tajine mit Lammkeule geköchelt. Es wird nichts dauern und er muss dieses himmlische Essen wiederholen. Weil – ich hab zu viel Lammkeule gekauft und wir haben nur die Hälfte in die Tajine bekommen.

Die letzten Tage waren draußen nebelig, sehr kalt und unfreundlich. Innen war es anders – aber das ist eine andere Geschichte. Heute sind wir endlich raus und auf den Dobratsch rauf gefahren. Oben strahlt die Sonne und es gibt 4 Plusgrade. In der Stadt hatte es den ganzen Tag maximal Null-Grad. Leider hatten noch viele Andere dieselbe Idee, was den Parkplatz oben ziemlich füllte.

Es genießen viele Menschen die Situation und vermutlich wird es in den nächsten Tagen wieder einen Lockdown geben. Wir rennen etwas herum und freuen uns über die Sonne und den Schnee.

Von oben blicken wir auf die Nebelfläche. Bei der Rückfahrt tauchen wir wieder in die Nebelzone. Noch immer fahren viele Autos und Busse hinauf auf den Dobratsch, unseren Hausberg.