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Logbuch der SY Shalimardue

Juli 2020
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Privat

Endlich wieder in Aquileia

Auf dem Weg nach Italien (05. Juni) begleitet uns immer wieder Regen und schwarze Wolken. Wir sehen viele neue Wasserfälle, die sonst bei Sonnenschein oder leichtem Regen nicht aktiv sind. Unsere Freundin Mira hat wieder mal besten Reindling gebacken und auch für das Team vom „Da Nettuno“ zwei Stück davon mitgegeben. Er hat sicher nicht lange überlebt.

Beim Mittagessen ist es noch etwas frisch, aber kurz darauf scheint die Sonne und bringt Wärme mit. Der Sommer zeigt sich noch etwas zögerlich.

Wir müssen natürlich auch sofort unsere Lieblingsweinbauern besuchen. Michi sagt, er muss einen sicheren Corona-Schnelltest machen. Der Wein schmeckt in Rot und Weiß, das heißt, die Geschmacksnerven sind in bestem Zustand. Daher sind wir beide gesund.

Die Blütenpracht ist auch noch vorhanden. Wir genießen den Ausblick von unserer Terrasse und können viele Hummeln, Bienen, Wespen, Maikäfer (beim testosterongesteuerten Techtelmechtel) und andere Viecherlein bestaunen.

Unser Tisch schreit nach etwas Kosmetik. Normalerweise ist Michi der Maler, aber beim Streichen bin ich auch gut. Ich streiche Michi sogar manchmal das Abendessen. Die Coronazeit und ihre Folgen hat aus seinem Sixpack einen Einpack gemacht – den will er jetzt langsam loswerden.

Auf dem Weg zu unserem Boot sichtet Michi eine Würfelnatter. Sie ist ein gutes Modell, denn erst nach vielen Fotos verschwindet sie wieder. Wohin, keine Ahnung. Unsere Shalimardue ist schon bereit fürs Wasser, aber da es am Montag wieder stark regnen soll, wird der Krantermin verschoben.

Auf Facebook bin ich Mitglied der Stanatour1 und habe so schon einige Steine gefunden und woanders wieder ausgelegt. Diesen wunderschönen Stein hat Michi von der Little Bar in Villach mitgebracht und er bleibt hier bei uns auf der Terrasse. Ein kleiner Schneck hat ihn gleich gebührend begrüßt.

Am Samstag gibt es weiterhin strahlenden Sonnenschein und wir genießen das Essen im Nettuno schon im Freien.

Am Nachmittag stehen weitere Buschenschank-Besuche auf unserem dichten Pensionisten-Programm. Alle sind froh, dass die Einschränkungen langsam gelockert werden.

Am Sonntag steht der erste Besuch in Grado an. Wir besuchen unsere Freunde Helga und Klaus. Anschließend treibt es uns noch zu unserem Freund Cristiano bzw. in sein neues Lokal. Es ist im Hafen von Grado zu finden und nennt sich das „Portobuso“. Wir trinken ein Glaserl mit Christiano und freuen uns mit ihm über das neue Lokal. Auch freuen wir uns schon auf die erste Ausfahrt mit unserer Shalimardue – die uns wie immer in die Lagune von Grado zum Porto Anfora in das alte „Porto Buso“ bringen wird.

Michi kauft in Grado zwei Goldbrassen. Heute ist Experimentalküche angesagt. Zum Fisch gibt es Meeresfenchel im Kartoffelstampf. Es hat wie immer hervorragend gemundet.

Wir kaufen neue Blumen für unser Blumenbeet und auch frische Kräuter. Der Jasmin ist schon fast zur Gänze verblüht und so wird er zurückgestutzt.

Wir bekommen einen Anruf von der Marina, dass unser Boot schon heute ins Wasser gekrant werden kann. Rundherum ist es schwarz, aber noch ohne Regen.

Beide Motoren springen nach einigen Kunstgriffen, die nur Michi kann, an. Der Erste gibt nach 5 Minuten auf, der Zweite nach 10 Minuten. Nix geht mehr. Aber wir sind am Stellplatz gerade noch mit dem letzten Huster der Maschine angekommen. Während Michi an Bord mit dem Mechaniker die Motorprobleme bespricht, sitze ich auf der Terrasse und bereite unser Abendessen vor.