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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
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Firenze – und die Fuesse gluehen

Auch heute geht es “natuerlich zu Fuss“ die vielen Stufen vom Piazza Michelangelo zum Arno und ueber den Ponte Vecchio gelangen wir zum Piazza della Signoria.

1_Piazza Michelangelo.jpg

2_Ponte Vecchio.jpg

Prunkstueck des Platzes ist der beeindruckende Neptunbrunnen, der anlaesslich der Hochzeit von Francesco de Medici, Sohn Cosimos I. mit der Prinzessin Johanna von Oesterreich vollendet werden sollte. Die Einheimischen sagen auch frech “Il Biancone“ zu ihm. (Der grosse Weisse).

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4_Neptunbrunnen.jpg

Vor dem Palazzo Vecchio steht eine Kopie des beruehmten “David“ von Michelangelo. Wer das Original sehen will, muss in die Accademia und sich dort lange anstellen. Wir begnuegen uns mit der Kopie. Michi sagt: viel nackte Weiblichkeit hier – aber nicht die geringste Erregung zu sehen “ seltsam.

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Seit Beginn des 14. Jhdt. war der Palazzo Vecchio Sitz der Kommunalregierung. Im Jahr 1540 uebernahm der Medici Cosimo I. den Palast. Als die Fuerstenfamilie in den neu errichteten Palazzo Pitti umzog, verlor der Palazzo Vecchio an Bedeutung und wurde fortan “alter Palast“ genannt. Erst seit 1872 ist er wieder Rathaus der Stadt. Hier wird auch geheiratet “ so auch heute mit einer illustren Gesellschaft. Wir spazieren weiter durch die Fussgaengerzone zum Dom.

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Das aelteste Gebaeude am Domplatz ist das 1128 vollendete Baptisterium, das in seiner achteckigen Form auf fruehchristliche Taufhaeuser zurueckgeht. Von den drei Bronzeportalen ist die Osttuer “ auch “Porta del Paradiso“ genannt “ ein Meisterwerk des Bronzegusses und des Vergoldens.

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Der 82 m hohe Glockenturm wurde 1334 “ 1384 errichtet. Wir sind schnaufend die 414 Stufen hinauf “ und 414 Stufen natuerlich auch wieder hinunter “ gestiegen. Das Panorama oben war herrlich “ der Muskelkater kuendigte sich jedoch sofort an.

8_Ausblick vom Campanile_.jpg

9_Ausblick vom Campanile.jpg

Ich will nur mehr niedersitzen “ und nie wieder aufstehen. Daher muss der Platz so ein Platz sein, wo ich mein Mittag- und mein Abendessen bekomme und wo dann eine Droschke Platz findet, um mich aufzunehmen. Ich kann mir nicht vorstellen, auch nur einen weiteren Schritt zu gehen.

10_verdiente Rast im ZaZa.jpg

Aber, wohl gestaerkt im gut besuchten Lokal (vor allem von Einheimischen aus dem Viertel) mit fantasievoller Florentiner Kueche, bin ich dann wieder unternehmungslustig und folge Michi “frohen Schrittes“ zum angrenzenden “Mercato San Lorenzo“. Da am morgigen Sonntag der Markt geschlossen hat und ich unbedingt die Spezialitaet “Lampredotto“ (Kutteln auf toskanische Art) kosten moechte, bestelle ich ein Pannino mit Lampredotto. Michi begnuegt sich mit einem “birra media“, das er in einiger Entfernung zu mir austrinkt, damit ich in Ruhe und alleine dieses kulinarische Highlight zu mir nehmen kann.

11_Mercato San Lorenzo.jpg

Florenz ist verkehrsberuhigt, duerfen ja nur mehr Einheimische im Altstadtbereich unterwegs sein. Auf Grund der Parkplatzschwierigkeiten sind immer mehr Zweiraeder unterwegs.

12_auf 2 Raedern unterwegs.jpg

Das ueppige Mahl verlangt nach weiterem Kalorienverbrauch. Die grosse Dominikanerkirche Santa Maria Novella verfuegt ueber eine weitlaeufige Piazza, auf der im Mittelalter sogar Prozessionen stattfanden. Die beiden Obelisken erinnern daran, dass zu Zeiten der Medicifuersten hier Wagenrennen abgehalten wurden. Die Obelisken dienten dabei als Wendemarken.

13_Santa Maria Novella.jpg

Die Kapelle der Medici beherbergt ausser vielen Reliquien auch wunderschoene Arbeiten von Michelangelo. Man gelangt zunaechst in eine Krypta mit Graebern der Medici-Familie, dann in die monumentale Grabkapelle der ruhmreichen Medici-Fuersten. Bis ins 20. Jhdt. wurde an der aufwaendigen Innenausstattung aus Steineinlegearbeiten gearbeitet.

14_Reliquien und Michelangelo.jpg

15_Kapelle di Medici.jpg

Wir verschmaehen wieder den Bus und kehren zu Fuss zurueck zu unserem Campingplatz Michelangelo. Nochmals Stiege und ein anstrengender Tag geht mit einem Vollmond zu Ende.

16_am Rueckweg zum Campingplatz.jpg