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Logbuch der SY Shalimardue

Oktober 2020
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Privat

Fischerstraße „Lungo Mare“ in Crotone

Wir fahren auf der kleinen Bundesstraße in Richtung Norden durch Geisterstädte, alle Geschäfte zu, keine Bar geöffnet und keine offenen Tankstellen zu finden. Kein Wunder, ist ja auch keine Saison und die westliche Küstenstraße des Stiefelabsatzes ist nun mal nicht so touristisch frequentiert außerhalb der Saison oder der Hochsaison.

Daher rasch zurück auf die Autobahn, da fahren wir zwar bei einigen schönen Städten vorbei, die uns allerdings alle wie unser Velden am Wörthersee im Winter vorkommen. Als einzigen Höhepunkt gibt es bei einer Raststelle jede Menge Orangen und Zitronen.


Nochmals lassen wir uns verleiten, die Autobahn zu verlassen und die einfache Küstenstraße von Sibari bis Crotona zu fahren, um später auf der Autobahn von Catanzaro bis Reggio di Calabria zu kommen.

Aber heute besichtigen wir noch die Altstadt von Crotona mit dem Kastell von Karl V., welches um 840 n. Chr. erbaut wurde. Wir parken, mangels Stellplätzen in der Stadt, direkt vor der Polizeizentrale am Hafen von Crotona.

Wir sind zwar geschichtlich sehr interessiert, aber noch mehr fasziniert uns diese Hafengegend. Hier reiht sich ein besonders schönes Fischgeschäft an das andere. Wir haben so etwas noch nie gesehen!

Gerade ist wieder – nach zwei Tagen rauer See – ein Schiff zurückgekehrt. Wie es der hiesige Brauch will, hat der Lieferant laut und sehr intensiv gehupt, damit alle wissen, dass es frischen Fisch gibt.

Sämtliche interessierte Kunden haben sich schnellstens am Markt eingefunden und das Gefangene kommt bei einer Blitzversteigerung auf den Markt. Was hier nicht sofort verkauft wird, landet wohl in einem der vielen Restaurants in der Lungo Mare, wo wir wohl auch ab 20 Uhr anzutreffen sein werden.


Noch am Rande zu erwähnen wäre, dass unser nächstes Lokal um 4 Uhr früh aufmacht und ein anderes mit zwei netten jungen Damen die ganze Nacht durchgehend geöffnet hat und sogar eine Gitarre steht herum. Die Koordinaten des heutigen „Stellplatzes“ gibt Michi nicht mal unter Folter bekannt – sagt er!