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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Glasshouse Mountains bis Gilgandra “ etwas mehr als 1000 Kilometer

Ploetzlich ragen bizarre Felsformationen aus der Kuestenebene, die Glasshouse Mountains, Relikte laengst erloschener Vulkane. Den Namen haben die 200-500 m hohen Berge von Kapitaen Cook erhalten. Ihr Aussehen erinnerte ihn 1770 an die Kamine der Glashuetten seiner Heimat in Yorkshire.

1_Glass House Mountains.jpg

Die weitere Strecke fuehrt uns zurueck nach Brisbane, wo wir die zahlungspflichtige Umfahrung nehmen. Dann diese tolle Bruecke. Michi als alter, grauer Brueckenbauer ist natuerlich restlos begeistert.

2_Buecke Umfahrung Brisbane.jpg

Wir uebernachten an irgendeinem Campingplatz und gleich am fruehen Morgen geht es weiter. Den folgenden Bericht schreibt der “Abgemahnte“:

Auf der ganzen Welt gilt es “Hoechstgeschwindigkeiten“. Hier in Australien scheinbar auch eine “Mindest“ derselben. Jedenfalls hat uns die Polizei gestoppt, als wir die erlaubten 100 Km/h um mindestens 10Km/h unterschritten haben!!! “Bei mehr als 4 Autos hinter dir hast du sie vorzulassen“ meinte der freundliche Officer. Halb Australien war heute auf der Strasse unterwegs. Ferragosto in Down Under – sozusagen. Tief geknickt und ungestraft fuhren wir nun etwas flotter weiter.

3_Abmahnung.jpg

Und nicht zu vergessen, immer wieder sehen wir Tafeln, die darauf hinweisen, dass bei Ueberschreiten der Geschwindigkeit Strafen bis 3.300 AUD UND Fuehrerscheinentzug (die Dauer fehlt) droht.

4_Highway.jpg

Unser verspaetetes Fruehstueck nehmen wir im Lokal “Cold Beer“ ein, welche nicht nur Pferdeliebhaber und Interessierte an allem moeglichen Sammelsurium anspricht, sondern vor allem die “Grey Nomads“ mit ihren Autos samt Haengern als Kundschaft bevorzugen.

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Den weiteren Abend beschliessen wir in Goondiwindi (wenn ich mir nur die Namen alle merken wuerde). Aber in diesem Nest ist nur das Hotel “Victoria“ in viktorianischem Baustil interessant.

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Unser naechstes Ziel ist Melbourne, nicht die weiteste Entfernung auf dieser Tafel.

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Bereits um 16 Uhr sind die Gehsteige hochgeklappt und im einzigen offenen Bierbeisel herrschen spezielle Kleidungsvorschriften (wie z. B. keine Flip-Flops und traegerlose Shirts, keine Arbeitskleidung nach 18 Uhr usw.). Ich darf trotzdem hinein.

8_am A.... der Welt.jpg

9_Bluetenzauber.jpg

Ein neuer Tag, ein neues Ziel. Eigentlich wissen wir meist am Morgen nicht, wo wir am Abend landen. Aber gerade das ist so interessant. Die Gegend veraendert sich immer wieder. Einmal fahren wir an Rinder- und Schaffarmen vorbei. Dann wieder an riesigen Getreidefeldern (der Weizen ist leider schon geerntet). Zwischendurch fahren wir kilometerweit durch Naturschutzreservate. Dann wechseln sich Ebenen mit leichtem Gebirge ab. Und immer wieder vor kurzem ueberflutete Strassen.

10_on the road again.jpg

Alle 100 Kilometer in etwa gibt es eine Stadt, dazwischen nur den Highway (wie bei uns eine Bundesstrasse). Dazwischen keine Abzweigungen, nur manchmal Zufahrten zu den Ranchen. Dafuer sind so alle 20 Kilometer Ausweichen (Raststellen mit Tischen und Baenken).

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Wie all unseren Freunden bekannt ist, sind wir absolute Gegner von Mac Donalds, seit Australien aber haben wir uns schon einige Male ueberwunden und zumindest einen Kaffee bzw. kaltes Mineralwasser bestellt, um unsere Berichte mittels Internet gratis zu versenden. Australien ist diesbezueglich noch ein Entwicklungsland (bez. Internet), aber einen Mekki gibt es fast in jeder groesseren Stadt und wahrscheinlich auch deshalb schwer uebergewichtige Menschen im ganzen Land.

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Am heutigen Campingplatz muss ich manches Mal meinen Kopf einziehen. Die Vogelwelt hier ist nicht nur sehr musikalisch, sondern sie fliegt auch tief. Das Gezwitschere ist das einzige Geraeusch weit und breit.

13_rund um unser Haus.jpg

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